Deutschland warnt vor höheren Gaspreisen vor Beginn der Wintersaison
Berlin, den 20. August /QNA/ Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat vor möglichen steigenden Gaspreisen für private Haushalte in Deutschland gewarnt. Hintergrund seien die Spannungen im Nahen Osten, Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus sowie die gleichzeitig sinkenden Gasspeicherstände in Europa.
Ramona Pop, Präsidentin des Verbandes, erklärte in Presseäußerungen: „Wir beobachten die Lagerbestände angesichts der Herausforderungen, mit denen die Energiemärkte im Vorfeld der Wintersaison konfrontiert sein könnten, sehr genau.“ Zugleich wies sie darauf hin, dass die Gasbeschaffungspreise seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten gestiegen sind.
Darüber hinaus könnte ein Rückgang der Speicherfüllstände die bereits bestehenden Spannungen an den Energiemärkten während der kommenden Heizsaison weiter verschärfen, was sich auf die von den Haushalten zu tragenden Energiekosten auswirken könnte.
Wie die Daten des Verbandes der europäischen Gasinfrastrukturbetreiber zeigen, lag der Füllstand der europäischen Gasspeicher am 17. August dieses Jahres bei rund 61,37 Prozent, verglichen mit etwa 74 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
In Deutschland lag der Füllstand der Gasspeicher zum selben Zeitpunkt bei rund 50,06 Prozent, verglichen mit etwa 67 Prozent ein Jahr zuvor.
Der Rückgang der Speicherbestände erfolgt vor dem Hintergrund von Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus infolge der Spannungen im Nahen Osten. Dadurch wird der internationale Transport von Gas- und Öllieferungen erschwert und die Preise geraten unter Aufwärtsdruck.
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