Wegen der Hitzewelle hat Ungarn sein Atomkraftwerk zum ersten Mal seit 44 Jahren geschlossen
Budapest, den 02. August /QNA/ Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar gab heute die Schließung des einzigen Atomkraftwerks des Landes bekannt. Grund ist der Rekordtiefstand des Wasserstands der Donau, der zum ersten Mal seit 44 Jahren zu einer Betriebsunterbrechung geführt hat.
Diese Entscheidung ist Teil der jüngsten Entwicklungen in der durch die anhaltende Dürre und extreme Hitze in Europa ausgelösten Energiekrise.
Das Kraftwerk in Paks, südlich von Budapest, deckt etwa ein Drittel des ungarischen Strombedarfs. Es ist zur Kühlung seiner Reaktoren auf das Wasser der Donau angewiesen, doch der Wasserstand des Flusses ist aufgrund geringer Niederschläge und anhaltender Hitzewellen seit Mai auf ein Rekordtief gesunken.
Vor zwei Tagen warnte der Betreiber des Kernkraftwerks Paks, dass ein weiterer Rückgang des Wasserstands ihn dazu zwingen könnte, den Betrieb des Kraftwerks bis Mitte nächster Woche vollständig einzustellen.
Der ungarische Wetterdienst Hungaromet prognostizierte, dass die Temperaturen in den kommenden Tagen 40 Grad Celsius überschreiten und am Donnerstag mit 42 Grad Celsius den nationalen Rekord erreichen werden, der bereits früher in diesem Sommer gemessen wurde.
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