Außenamtssprecher: Einladung an Iran zur Einsicht in Rettungsmaßnahmen für Piloten bleibt bestehen
Doha, den 18. August / QNA / Katar hat Iran erneut angeboten, eigene Fachleute zu entsenden, damit diese sämtliche Einzelheiten der Such- und Rettungsmaßnahmen für die beteiligten iranischen Piloten prüfen können, erklärte S.E. der Berater des Ministerpräsidenten und Sprecher des katarischen Außenministeriums, Dr. Majed bin Mohammed Al Ansari, bei der wöchentlichen Presseunterrichtung.
Dem Außenamtssprechers zufolge wurde eine entsprechende Einladung bereits offiziell an Teheran übermittelt. Eine Antwort sei bislang ausgeblieben. Zugleich zeigte sich Al Ansari überrascht und wies iranische Medienberichte zurück, die falsche und nicht nachvollziehbare Behauptungen enthielten.
Die betreffenden iranischen Flugzeuge seien in den katarischen Luftraum eingedrungen und hätten Doha ins Visier genommen, sagte der Sprecher. Nachdem die Verletzung des Luftraums festgestellt worden sei, habe Katar nach den geltenden Einsatzregeln reagiert. Zuvor sei versucht worden, Kontakt zu den Piloten aufzunehmen. Da keine Antwort erfolgt sei, hätten die zuständigen Stellen die erforderlichen Maßnahmen ergriffen.
Er führte ferner aus, da keine Antwort erfolgt sei, seien die notwendigen Maßnahmen ergriffen worden. Such- und Rettungsteams hätten anschließend unverzüglich ihren Einsatz begonnen.Die Einsatzkräfte hätten sterbliche Überreste eines Piloten gefunden und die iranische Seite darüber informiert. Nach Abschluss der Sucharbeiten sei der Leichnam an die iranischen Behörden übergeben und von diesen bestattet worden.
Katar habe darüber hinaus eine iranische Delegation empfangen und ihr angeboten, sich eingehend über den Ablauf der Rettungsmaßnahmen zu informieren. Die iranische Seite habe von dieser Möglichkeit jedoch keinen Gebrauch gemacht. Doha werde sich, so Al Ansari, nicht an Versuchen beteiligen, den Vorgang für innenpolitische Medienzwecke zu instrumentalisieren.
Mit Blick auf die Beziehungen zum Iran betonte der Sprecher des Außenministeriums, Katar habe sich gegen Verletzungen seiner Souveränität zur Wehr gesetzt und die Sicherheit seiner Bevölkerung und der im Land lebenden Menschen geschützt. Gleichzeitig bleibe ein auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben notwendig. Die geografische Nähe verpflichte die Staaten der Region dazu, ihre Beziehungen auf der Achtung der staatlichen Souveränität aufzubauen.
Vorrangiges Ziel der gegenwärtigen diplomatischen Bemühungen sei es, die Krise einzudämmen und zur Diplomatie zurückzukehren, betonte Dr. Al Ansari. Der Bruch der Waffenruhe und die Entwicklungen in der Straße von Hormus machten es erforderlich, die Bestimmungen der Absichtserklärung wieder zur Grundlage des weiteren Vorgehens zu machen und die Verhandlungen fortzusetzen.
Der katarische Amtsträger fuhr fort, Katar hoffe auf ein Abkommen zwischen Oman und Iran über die Straße von Hormus. Eine Verständigung könne die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen schaffen.
Als einzigen Weg nach vorn bezeichnete Al Ansari einen Waffenstillstand, die Gewährleistung der freien Schifffahrt in der Meerenge und die Rückkehr aller Beteiligten an den Verhandlungstisch.
„Bereits zu einem früheren Zeitpunkt haben die Vermittlungsbemühungen Katars und seiner Partner eine Waffenruhe ermöglicht. Diese wurde jedoch anschließend verletzt. Im Mittelpunkt steht deshalb derzeit die Beendigung der Eskalation. Die Parteien müssen entweder zur Umsetzung früherer Verständigungen zurückkehren oder ein neues Abkommen aushandeln“, erläuterte Al Ansari.
„Bei den Gesprächen zwischen Oman und dem Iran gibt es derzeit keine neuen Entwicklungen“, stellte Al Ansari klar. „Doha hofft weiterhin auf eine Einigung, die den Weg für neue Verhandlungen ebnen und weitere Spannungen verhindern könnte.“
„Innerhalb des Golf-Kooperationsrates findet zugleich eine kontinuierliche Abstimmung statt. Daran sind die Staats- und Regierungschefs, Außenminister sowie Sicherheits- und Verteidigungsverantwortlichen beteiligt. Die Golfstaaten wollen dadurch auf mögliche Folgen der Krise vorbereitet sein und diplomatisch geschlossen handeln“, schloss Al Ansari seine Ausführungen ab.
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