PJS: Hunderte israelische Verstöße im ersten Halbjahr 2026 dokumentiert
Al-Quds, den 16. August /QNA/ Die Palästinensische Journalistenvereinigung hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 192 Fälle von Festnahmen und Berichterstattungsverboten durch israelische Besatzungskräfte dokumentiert. Laut der Vereinigung handelt es sich um ein systematisches Muster der Unterdrückung gegenüber Pressefreiheit.
Der Bericht von “union’s Freedoms Committee” - Freiheitsausschuss der Union- verzeichnet zudem:
- 27 Verhaftungen
- 29 Vorfälle mit scharfer Munition
- 78 Fälle mit Tränengas und Blendgranaten
- 22 Fälle von Beschlagnahmung oder Zerstörung von Ausrüstung
- 7 Razzien in Häusern oder Medieninstitutionen
- 3 Schließungen von Medieninstitutionen
Die Vereinigung betonte, dass die gesamte Besatzungsregime– Armee, Siedler, Behörden, Justiz und Medienorgane – gezielt gegen die palästinensische Presse vorgehe, bis hin zu tödlicher Gewalt.
Der Freiheitsausschuss der Union dokumentierte 314 Fälle von Inhaftierung und Einschränkungen der Medienberichterstattung im Jahr 2023, 396 im Jahr 2024 und 425 im Jahr 2025.
Leiter des Komitees, Mohammed Al-Lahham, erklärte, die Daten belegten kein loses Muster einzelner Übergriffe, sondern eine wiederkehrende Strategie, die militärische, sicherheitspolitische und juristische Mittel einsetzt, um den Zugang zu Informationen und deren Veröffentlichung einzuschränken.
Er warnte, dass die Kombination aus Tötungen, Festnahmen, Drohungen, Zerstörungen und dem Ausschluss internationaler unabhängiger Medien aus Gaza weit über ein „vorübergehendes Sicherheitsverfahren“ hinausgehe. Vielmehr erfordere die Lage eine unabhängige internationale Untersuchung über die Natur, Legitimität und Ziele dieser Politik.
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