Waldbrände zwingen Tausende in Deutschland und Frankreich zur Flucht
Berlin / Paris, den 14. August / QNA / Mehr als 2300 Menschen haben heute in Deutschland und Frankreich ihre Häuser verlassen müssen. Während sich Waldbrände weiter ausbreiten, verschärft eine außergewöhnlich lang anhaltende Hitzewelle die Lage in beiden Ländern.
Im Westen Deutschlands rückte ein Feuer bis an ein Dorf unweit der belgischen Grenze heran. Rund 1800 Menschen wurden aufgefordert, sich unverzüglich in Sicherheit zu bringen.
Seit dem Vortag läuft ein großangelegter Einsatz. Feuerwehrleute und Rettungskräfte versuchen, die Flammen einzudämmen und ein weiteres Übergreifen auf bewohnte Gebiete zu verhindern.
Noch länger als die unmittelbare Brandgefahr dauert in Frankreich die Belastung durch die Hitze an. Seit dem 28. Juli hält die Hitzewelle weite Teile des Landes fest im Griff. Am heutigen Freitag erreichte sie ihren 17. Tag und übertraf damit sogar die Dauer der außergewöhnlichen Hitzeperiode von 2003. Nur zwei Hitzewellen dauerten in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen noch länger.
Für Zentralfrankreich und die Region Île-de-France wurden Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Ein Großteil des Landes blieb auf der orangefarbenen Warnstufe. Erst von Samstag an soll sich die Lage allmählich entspannen, wobei der Osten zunächst weiter von hohen Temperaturen betroffen sein dürfte. Am kommenden Sonntag soll sich die Hitze schließlich weitgehend auf den Südosten zurückziehen.
Gleichzeitig dauern insbesondere im südwestlichen Département des Landes die Waldbrände an. Rund 1100 Hektar wurden dort bislang von den Flammen erfasst. Die Behörden brachten 525 Menschen in Sicherheit.
Begünstigt wird die Brandgefahr durch die hohen Temperaturen und die Trockenheit. Nach einem feuchten Winter war die Vegetation stark gewachsen, trocknete infolge der anschließenden Hitze jedoch aus.
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