Arabische Liga verurteilt das Eindringen hunderter Siedler in die Al-Aqsa-Moschee und prangert eine gefährliche Eskalation an, die darauf abzielt, neue Realitäten aufzuzwingen
Kairo, den 13. August /QNA/ Das Generalsekretariat der Liga der Arabischen Staaten – Sektor Palästina und die besetzten arabischen Gebiete – verurteilte am Donnerstag aufs Schärfste das Eindringen hunderter israelischer Siedler auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee unter dem Schutz der Besatzungstruppen sowie die dort abgehaltenen talmudischen Riten und Gebete. Es bezeichnete diese Handlungen als gefährliche Eskalation, die dazu dienten, neue Realitäten zu schaffen und den historischen bzw. rechtlichen Status der heiligen Stätte zu verändern.
Laut einer Erklärung der Arabischen Liga deuten Informationen der Abteilung für “Waqfs” in Jerusalem und Angelegenheiten der Al-Aqsa-Moschee darauf hin, dass 584 Siedler an einem einzigen Morgen unter Polizeibegleitung durch das Mughrabi-Tor auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee gelangten und dort gemeinschaftliche talmudische Riten vollzogen. Die Liga betonte, dass diese Handlungen einen eklatanten Verstoß gegen die Heiligkeit der Stätte, das Völkerrecht und UN-Resolutionen darstellen.
Die Liga warnte vor der Fortsetzung dieser Praktiken, die den historischen und rechtlichen Status der Al-Aqsa-Moschee unmittelbar untergraben und Teil eines systematischen Versuchs sind, das Gelände zeitlich sowie räumlich zu teilen. Dies bedroht die Religionsfreiheit sowie den Frieden und die Sicherheit in der Region. Die Liga bekräftigte, dass die gesamte Esplanade (144 Dunam) ausschließlich ein muslimischer Gebetsraum ist und dass die Jerusalemer Abteilung für religiöse Stiftungen gemäß ihrer Satzung die alleinige zuständige Behörde für deren Angelegenheiten ist.
Die Liga machte Israel, die Besatzungsmacht, für diese wiederholten Verstöße voll verantwortlich und forderte es nachdrücklich auf, alle Eingriffe, Provokationen bzw. Praktiken, die darauf abzielen, die Identität und den Status der Al-Aqsa-Moschee zu verändern, unverzüglich einzustellen und das Völkerrecht, das humanitäre Völkerrecht, ebenso wie die Resolutionen der Vereinten Nationen zu achten.
Die Arabische Liga rief die internationale Gemeinschaft und insbesondere den Sicherheitsrat dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen, diese eskalierenden Menschenrechtsverletzungen zu beenden, das palästinensische Volk und seine heiligen Stätten zu schützen bzw. Straflosigkeit sowie die gewaltsame Schaffung vollendeter Tatsachen nicht zu dulden. Die Liga bekräftigte ihre konsequente Position, dass Ostjerusalem die Hauptstadt des palästinensischen Staates ist und dass jegliche israelische Aktion, die darauf abzielt, den Status, nicht nur die Identität, sondern auch den arabischen, islamischen und christlichen Charakter der Stadt zu verändern, nichtig, illegal und ohne Rechtswirkung ist.
Abschließend betonte die Arabische Liga, dass die anhaltende Eskalation an der Al-Aqsa-Moschee und den heiligen Stätten des besetzten Jerusalems eine Provokation gegen Hunderte Millionen Araber, Muslime und Christen darstellt und die Spannungen zu verschärfen sowie die Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region zu untergraben droht.
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