IEA erwartet sinkenden weltweiten Gasverbrauch 2026
Paris, den 07. Juli /QNA/ Die Internationale Energieagentur rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang des weltweiten Erdgasverbrauchs um 0,5 Prozent. Als Hauptgrund nennt die IEA die stark gestiegenen Preise, die insbesondere die Nachfrage von Kraftwerken und Industriebetrieben gedämpft hätten. Auslöser der Verwerfungen seien vor allem Angebotsengpässe infolge des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.
Die Folgen des Konflikts im Nahen Osten gestalteten den globalen Gasmarkt weiter um, hieß es in dem Bericht. Sinkende Liefermengen und höhere Preise hätten die Nachfrage in wichtigen Märkten gedämpft.
Nach Angaben der IEA wäre der erwartete Rückgang der dritte jährliche Nachfragerückgang innerhalb von sieben Jahren. Der Bericht verweist insbesondere auf Störungen bei Gaslieferungen durch die Straße von Hormus. Die Meerenge war bislang für rund 20 Prozent der weltweiten Versorgung mit Flüssigerdgas von Bedeutung.
Vorläufige Daten zeigen laut IEA, dass die globale Erdgasnachfrage bereits im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken ist. Hauptgrund sei ein geringerer Verbrauch im Nahen Osten infolge knapper Lieferungen. Auch in Asien sei die Nachfrage wegen hoher Preise, politischer Maßnahmen zur Verbrauchssenkung und des Wechsels zu anderen Energieträgern zurückgegangen.
Sollte sich die vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus bis nach Beginn des vierten Quartals verzögern, könnten die weltweiten LNG-Lieferungen erstmals seit 2012 auf Jahressicht sinken, erklärte die IEA.
Die Auswirkungen des Konflikts auf die LNG-Versorgung dürften dem Bericht zufolge über 2026 hinausreichen. Die Märkte könnten in den kommenden zwei Jahren angespannter bleiben als bisher erwartet.
Zudem verwies die IEA auf Folgen für andere Wirtschaftsbereiche. Besonders betroffen seien Lieferketten für Düngemittel, da Erdgas ein wichtiger Rohstoff für deren Herstellung ist. Dies könne Risiken für die Ernährungssicherheit erhöhen, vor allem in besonders gefährdeten Regionen.
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