Opec+ dreht Ölhahn weiter auf – Sieben Staaten beschließen erneute Förderausweitung
Riad, den 05. Juli /QNA/ Die Opec+-Allianz setzt ihren Kurs der schrittweisen Produktionsausweitung fort. Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman wollen ihre Ölförderung ab August gemeinsam um 188.000 Barrel pro Tag erhöhen. Darauf einigten sich die sieben Staaten bei einem virtuellen Treffen.
Offiziell begründen die Länder den Schritt mit einer stabilen Versorgung des Weltmarkts und der Anpassung an veränderte Marktbedingungen. Die zusätzliche Fördermenge ist Teil jener freiwilligen Produktionskürzungen, die die Gruppe bereits im April 2023 beschlossen hatte. Die Rücknahme dieser Kürzungen erfolgt nun schrittweise.
Gleichzeitig betonen diese Staaten ihre Flexibilität. Je nach Entwicklung von Angebot, Nachfrage und Preisniveau könne die geplante Erhöhung beschleunigt, gestoppt oder sogar wieder rückgängig gemacht werden. Auch die im November 2023 vereinbarten freiwilligen Anpassungen bleiben Bestandteil dieses Steuerungsinstruments.
Die Förderausweitung verfolgt zudem einen weiteren Zweck: Einige Mitgliedstaaten sollen dadurch Überproduktionen ausgleichen können. Mehrere Länder hatten seit Januar 2024 zeitweise mehr Öl gefördert als im Rahmen der Opec+-Vereinbarungen vorgesehen.
Die sieben Staaten bekräftigten zugleich ihre Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses. Die Einhaltung der Förderziele soll weiterhin vom Gemeinsamen Ministeriellen Überwachungsausschuss kontrolliert werden. Regelmäßige monatliche Treffen sollen sicherstellen, dass Markttrends, Förderquoten und Ausgleichsmaßnahmen laufend überprüft werden.
Geplant ist das nächste Treffen der beteiligten Länder für den 2. August 2026.
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