QNB sieht weitere Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank angesichts anhaltender Inflation
Doha, den 04. Juli /QNA/ Die Qatar National Bank (QNB) erwartet, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh eine restriktivere Geldpolitik verfolgen wird. Dabei dürften Zinsentscheidungen angesichts anhaltender Inflationsrisiken und erhöhter Inflationserwartungen weiterhin maßgeblich von den eingehenden Wirtschaftsdaten abhängen.
In seinem Wochenbericht erklärte QNB, dass die Inflation weiterhin deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank von 2 % liegt. Gleichzeitig weisen die Währungshüter nach wie vor auf Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung hin, was die Erwartung stärkt, dass eine weitere Straffung der Geldpolitik erforderlich sein wird. Vor diesem Hintergrund hält die Bank zusätzliche Zinserhöhungen in den kommenden Monaten für den wahrscheinlichsten geldpolitischen Kurs.
Dem Bericht zufolge rechnen die Finanzmärkte bis zum Jahresende mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte, wodurch der Federal Funds Rate auf 4,00 % steigen würde. Darüber hinaus wird im ersten Quartal des kommenden Jahres ein weiterer Zinsschritt nach oben als wahrscheinlich angesehen.
QNB stellte fest, dass sich die Erwartungen hinsichtlich der US-Geldpolitik in den vergangenen Monaten deutlich verändert haben. Zu Beginn des Jahres gingen die Märkte noch von einem schrittweisen Lockerungszyklus aus, da die Inflation nachließ und das Wirtschaftswachstum robust blieb. Die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten und der daraus resultierende Anstieg der Energiepreise durchkreuzten jedoch dieses Szenario, indem sie den Inflationsdruck erneut verstärkten.
Der Bericht erklärte, dass die höheren Energiekosten die Inflation in den USA auf nahezu 4 % ansteigen ließen – etwa das Doppelte des Inflationsziels der Federal Reserve von 2 %. Dies veranlasste die Finanzmärkte dazu, den erwarteten Kurs der Geldpolitik neu zu bewerten. Auch die Konsensprognosen für die Inflation in diesem Jahr wurden deutlich nach oben korrigiert: von rund 2,6 % vor der Eskalation der regionalen Spannungen auf etwa 3,5 % in den jüngsten Schätzungen.
QNB hob hervor, dass die Ernennung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-Notenbank den Fokus der Zentralbank auf die Wiederherstellung der Preisstabilität weiter verstärkt hat. Dem Bericht zufolge machten sowohl Warshs erste geldpolitische Sitzung als auch seine anschließenden öffentlichen Äußerungen deutlich, dass er entschlossen ist, die Inflation wieder auf das Zielniveau zurückzuführen, während Risiken für den Arbeitsmarkt vergleichsweise weniger Beachtung finden.
QNB hob hervor, dass die Ernennung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-Notenbank den Fokus der Zentralbank auf die Wiederherstellung der Preisstabilität weiter verstärkt hat. Dem Bericht zufolge machten sowohl Warshs erste geldpolitische Sitzung als auch seine anschließenden öffentlichen Äußerungen deutlich, dass er entschlossen ist, die Inflation wieder auf das Zielniveau zurückzuführen, während Risiken für den Arbeitsmarkt vergleichsweise weniger Beachtung finden.
QNB erklärte zudem, dass sich dieser Kurswechsel auch in den jüngsten Projektionen des Federal Open Market Committee (FOMC) widerspiegelt. Demnach haben die Währungshüter ihre Inflationsprognosen nach oben revidiert und sich von den Erwartungen möglicher Zinssenkungen entfernt. Stattdessen deuten die aktuellen Einschätzungen auf eine höhere Wahrscheinlichkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik hin.
Der Bericht argumentiert, dass die zunehmend restriktive Haltung der US-Notenbank nicht nur die aktuellen Inflationsraten widerspiegelt, sondern auch ihre Entschlossenheit, die Glaubwürdigkeit ihrer Geldpolitik zu wahren.
Er wies darauf hin, dass Warsh eingeräumt habe, dass die Inflation seit mehr als fünf Jahren über dem Zielwert der Zentralbank liegt. Dies verdeutliche die Herausforderungen bei der Wiederherstellung der Preisstabilität und stärke die Argumente dafür, die restriktiven geldpolitischen Bedingungen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.
QNB kam zu dem Schluss, dass diese Entwicklungen zu einer deutlichen Neubewertung der Markterwartungen hinsichtlich der US-Zinsen geführt haben.
Investoren, die zuvor von einem schrittweisen Lockerungszyklus ausgegangen waren, erwarten inzwischen zunehmend, dass die Geldpolitik für längere Zeit restriktiv bleiben wird. Dies spiegelt den erneut gestiegenen Inflationsdruck sowie die restriktivere geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank wider.
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