Nach Ceuta-Ansturm: Italien setzt Schengen mit Spanien aus
Rom, den 31. Juli /QNA/ Mehr als 50.000 Menschen gelangen innerhalb eines Tages aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta. Nun reagiert Italien mit folgender Maßnahme: Für einen Monat setzt Rom die Schengen-Regelungen gegenüber Spanien teilweise aus und führt Kontrollen für Reisende ein, die auf dem Luft- oder Seeweg aus dem Land eintreffen.
Zwar teilen Italien und Spanien keine gemeinsame Landgrenze. Dennoch dürfte der Beschluss Folgen für den Flug- und Fährverkehr zwischen beiden Ländern haben. Die italienischen Behörden wollen dabei keine flächendeckenden Kontrollen sämtlicher Reisender durchführen, sondern gezielt Menschen überprüfen, die weder spanische noch italienische Staatsbürger sind.
Parallel dazu verständigte sich Rom mit Paris auf verstärkte Kontrollen an der französisch-italienischen Grenze. Damit soll verhindert werden, dass Migranten ohne die erforderlichen Dokumente über Frankreich nach Italien weiterreisen.
Die Entscheidung fällt, obwohl Spanien erklärt hat, die Lage in Ceuta weitgehend eingedämmt zu haben und die meisten Eingereisten bereits freiwillig nach Marokko zurückgekehrt seien.
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