Unter Beteiligung Katars…UNESCO nimmt 25 neue Stätten in die Liste des gefährdeten Welterbes auf
Seoul, den 30. Juli /QNA/ Das Welterbekomitee der UNESCO hat seine 48. Tagung in Busan, Republik Korea, mit der Aufnahme von 25 neuen Stätten in die Welterbeliste abgeschlossen.
Am Ende der zehntägigen Beratungen, an denen auch der Staat Katar teilnahm, teilte das Komitee mit, dass die Liste nun 1.273 Stätten in 173 Ländern umfasst. Zudem wurde der Erhaltungszustand von 148 Stätten überprüft, wobei sechs – darunter die antike Hafenstadt Tyros im Libanon und das historische Zentrum von Paramaribo in Suriname – aufgrund von Gefährdungen ihrer Integrität auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt wurden.
Die Delegierten diskutierten außerdem über Möglichkeiten zur Stärkung der Repräsentation Afrikas und der kleinen Inselentwicklungsstaaten (SIDS), die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.
Nach intensiven Beratungen beschlossen die Delegierten, das „Historische Zentrum Wiens“ von der Liste des gefährdeten Welterbes zu streichen. Vorausgegangen waren langwierige Diskussionen über die Balance zwischen Stadtentwicklung und dem Schutz des historischen und kulturellen Erbes.
Zu den neu aufgenommenen Stätten zählen die archäologische Anlage „Asuka Fujiwara“ mit Überresten alter japanischer Hauptstädte und der Asuka-Zeit sowie die Landungsstrände der Normandie (D-Day Landing Beaches, Normandy, 1944) in Frankreich, wo die alliierten Landungen stattfanden. Die Republik Korea erreichte zudem eine Erweiterung der Grenzen der 2021 eingetragenen „Getbol, Koreanische Wattflächen“ um zusätzliche Gebiete an der West- und Südküste. Insgesamt wurden die Grenzen zweier Stätten erweitert, und bei einer weiteren wurden die Kriterien angepasst.
Die nächste Tagung des Welterbekomitees findet in Istanbul, der Türkei, statt. Die Türkei übernimmt turnusgemäß den Vorsitz im kommenden Jahr. Armenien, Grenada, Vietnam, Tansania und Kuwait wurden zu Vizepräsidenten gewählt.
Bemerkenswert ist die breite Beteiligung der Vertragsstaaten des Übereinkommens von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt sowie von Experten und Vertretern spezialisierter internationaler Organisationen. Das Komitee prüfte Nominierungen, bewertete den Erhaltungszustand der Stätten und erörterte allgemeine politische Fragen im Zusammenhang mit dem Übereinkommen.
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