Arabische Liga warnt vor drohender Eskalation in der Region
Kairo, den 26. Juli /QNA/ Die Arabische Liga warnte, dass sich die Lage in der Region aufgrund der anhaltenden Pattsituation in der Palästina-Frage einerseits und der rücksichtslosen Eskalation sowie des riskanten Verhaltens in der Golfregion andererseits einem kritischen Punkt nähert.
In einer Erklärung am Sonntag erklärte der Generalsekretär der Liga, Nabil Fahmy, alle Parteien trügen die Verantwortung, Sicherheit und Stabilität in der Region zu wahren. Er fügte hinzu, die US-Regierung müsse ihrer Verantwortung in dieser Hinsicht nachkommen, insbesondere, da US-Präsident Donald Trump im vergangenen Oktober einen Friedensplan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen vorgelegt habe.
Er merkte an, dass die zweite Phase des Plans neun Monate nach seinem Start weiterhin festgefahren sei, wobei zwei Millionen Palästinenser im Gazastreifen weiterhin in verfallenden Zelten lebten sowie unter Krankheiten und Hunger litten. Gleichzeitig sprächen Vertreter der israelischen Besatzungsregierung weiterhin von einem langfristigen Siedlungsausbau, wo Israel immer mehr Land im Gazastreifen annektiere.
Der Generalsekretär der Arabischen Liga rief den US-Präsidenten auf, die extremistischen Bestrebungen der israelischen Regierung einzudämmen, die seiner Ansicht nach die Friedensinitiative in Scharm El-Scheich untergraben wollten, und die wiederholten Menschenrechtsverletzungen in Jerusalem ein Ende zu setzen.
Er forderte zudem ein Ende der ungezügelten Aktionen von Siedlergruppen, die unbewaffnete Palästinenser im Westjordanland angreifen und töten, wohingegen sie gleichzeitig durch Siedlungsausbau, fortgesetzte Vertreibung und die Behinderung der Palästinensischen Autonomiebehörde bei der Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen – durch das Einbehalten großer Summen palästinensischer Gelder – die palästinensische Präsenz auslöschen wollen.
Fahmy forderte ferner eine rasche Rückkehr zu den zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran getroffenen Vereinbarungen, sowie die Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Beendigung der Krise, zur Wiederherstellung der regionalen Stabilität, zur Achtung der Souveränität sowie der Interessen der Nachbarländer und zur Gewährleistung einer sicheren Schifffahrt durch die Wasserwege des Arabischen Golfs bzw. der Meerenge Bab al-Mandab.
Er betonte, dass die jüngste Eskalation durch den Iran und die Huthi-Gruppe gegen die arabischen Golfstaaten und Jordanien völlig inakzeptabel sei. Er betonte, dass diese Verstöße und Angriffe unverzüglich durch Deeskalation, eine Rückkehr zum diplomatischen Weg und die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts sowie der internationalen Legitimität beendet werden müssten.
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