UNESCO erklärt Burgen des Dschabal Amil und Sebastia zum gefährdeten Welterbe
Paris, den 24. Juli /QNA/ Mit einer dringlichen Entscheidung hat die UNESCO zwei bedeutende Kulturstätten im Nahen Osten unter besonderen internationalen Schutz gestellt. Die Burgen des Dschabal Amil im Südlibanon und die archäologische Stätte von Sebastia im Westjordanland wurden sowohl in die Welterbeliste als auch in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen.
Im südkoreanischen Busan traf das Welterbekomitee die Entscheidung während seiner 48. Sitzung. Damit sollen rasche technische und finanzielle Hilfen ermöglicht und die internationale Aufmerksamkeit auf die bedrohten Stätten gelenkt werden.
Hoch über den Landschaften des Südlibanon liegen die fünf Burgen Beaufort, Tebnine, Dubieh, Deir Kifa und Schamaa. Ihre Mauern stehen für eine jahrhundertealte Geschichte, in der sich verschiedene Kulturen und Baustile miteinander verbanden.
Durch die militärischen Auseinandersetzungen sind die historischen Festungen jedoch akut gefährdet. Was über Jahrhunderte erhalten blieb, könnte ohne umgehende Schutzmaßnahmen unwiederbringlich beschädigt werden.
Ähnlich vielschichtig ist die Geschichte Sebastias. Die nordwestlich von Nablus gelegene archäologische Stätte bewahrt Spuren zahlreicher Zivilisationen – von der Eisenzeit über die hellenistische, römische und byzantinische Epoche bis in die islamische und osmanische Zeit.
Mit der Aufnahme verbindet die UNESCO eine klare Botschaft: Historische Stätten dürfen weder den Folgen bewaffneter Konflikte noch unkontrollierten baulichen Veränderungen schutzlos ausgeliefert werden.
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