UN: Westjordanland, Wo Schutzlosigkeit zum Alltag wird
New York, den 24. Juli /QNA/ Mit wachsender Besorgnis verfolgen die Vereinten Nationen die Eskalation im besetzten Westjordanland. Immer mehr Zivilisten werden getötet oder verletzt, Familien vertrieben, Häuser und andere Besitztümer beschädigt. Zurück bleibt in den betroffenen Gemeinden ein Gefühl zunehmender Schutzlosigkeit.
Der stellvertretende UN-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Dr. Ramiz Alakbarov, warnte davor, die jüngsten Gewalttaten als voneinander isolierte Vorfälle zu betrachten. Allein während der vergangenen Woche habe die Eskalation weitere Opfer unter der palästinensischen Zivilbevölkerung gefordert und die ohnehin angespannte Lage erheblich verschärft.
Besonders schwer wiegen nach Einschätzung der Vereinten Nationen die fortgesetzten Angriffe israelischer Kolonialsiedler. Sie richteten sich nicht nur gegen palästinensische Gemeinden, sondern ebenso gegen Gebetsstätten und jene zivile Infrastruktur, von der das tägliche Leben der Bevölkerung abhängt.
„Die israelischen Streitkräfte müssen deshalb unverzüglich handeln“, forderte Alakbarov. Sie müssten Siedlergewalt verhindern, palästinensische Gemeinden wirksam schützen und dafür sorgen, dass die Verantwortlichen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.
„Nicht weniger bedrohlich ist die Entwicklung im Gazastreifen. Die größte Gefahr für die Ernährungssicherheit besteht dort inzwischen nicht mehr allein im fehlenden Zugang zu humanitärer Hilfe. Den Hilfsorganisationen fehlen zunehmend die finanziellen Mittel, um bestehende Zugänge überhaupt wirksam nutzen zu können”, führte er weiter aus.
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