UNICEF: Mehr als 23 Millionen Kinder aufgrund der Krise im Nahen Osten von Armut bedroht
New York, den 17. Juli /QNA/ Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) warnte davor, dass bis Ende des Jahres fast 23,4 Millionen weitere Kinder durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Unterbrechungen im Schiffsverkehr in monetäre Armut geraten könnten.
Das geht aus einer UNICEF-Analyse hervor, die unter dem Titel ( The impact of the war in the Middle East on children in monetarily poor households)„Die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Kinder aus einkommensschwachen Familien“ veröffentlicht wurde.
Für die Analyse hat UNICEF Daten aus mehr als 167 Ländern ausgewertet, um zu zeigen, dass steigende Lebensmittel- und Energiepreise sowie die weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der eskalierenden Gewalt infolge der eskalierenden Kämpfe die Kaufkraft von Familien untergraben.
„Kinder zahlen den Preis für den eskalierenden Konflikt im Nahen Osten“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell und fügte hinzu „Je länger diese Lage andauert, desto gravierender sind die Folgen. Die stark steigenden Lebenshaltungskosten machen Nahrungsmittel und Bildung für viele Familien unerschwinglich. Für Kinder, die bereits in Armut leben, verschärft diese Schocks ihre Notlage weiter – mit Auswirkungen, die ein Leben lang anhalten können.“
UNICEF-Exekutivdirektorin warnte davor: „Wenn die Welt nicht schnell handelt, werden die kombinierten Auswirkungen von Konflikten, wirtschaftlichen Turbulenzen und Inflation Millionen von Kindern in noch tiefere Armut stürzen und die hart erkämpften Entwicklungserfolge zunichtemachen.“ Laut dem Bericht konzentrieren sich die größten Zunahmen der globalen finanziellen Armut auf Asien und Afrika, die zusammen etwa 80 % des Gesamtanstiegs ausmachen. Beide Kontinente weisen hohe Armutsraten auf und sind besonders anfällig für externe Schocks.
UNICEF rief nationale Regierungen, Geberregierungen und internationale Finanzinstitutionen dazu auf, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor den schlimmsten Folgen der Krise zu schützen.
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