OCHA warnt vor zunehmender Vertreibung von Palästinensern
New York, den 10. Juli /QNA/ Immer mehr Palästinenser werden nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA durch Angriffe, Abrisse und Siedlergewalt aus ihren Wohnorten vertrieben. Die fortgesetzten israelischen Angriffe auf die Flüchtlingslager des Westjordanlands sowie verschärfte Bewegungsbeschränkungen erhöhten zudem die Gefahren für die Zivilbevölkerung.
Seit Monatsbeginn führten Abrissmaßnahmen zur Vertreibung von 67 Menschen, erklärte das UN-Amt. Insgesamt seien 24 Gebäude und andere Einrichtungen zerstört worden. Zwei davon seien mit Geldern internationaler Geber errichtet worden, um bedürftige Palästinenser zu unterstützen.
Mehr als 3200 Palästinenser verloren OCHA zufolge seit Beginn des Jahres infolge von Abrissen und Angriffen israelischer Siedler ihre Unterkunft. Mit durchschnittlich 17 Vertriebenen pro Tag liege die aktuelle Quote doppelt so hoch wie der Tagesdurchschnitt der vergangenen drei Jahre.
Aus dem Gazastreifen meldete die Hilfsorganisation World Central Kitchen unterdessen den Tod eines Fahrers, der für einen ihrer Logistikpartner tätig gewesen sei. Israelische Streitkräfte hätten ihn getötet, als er Hilfsgüter vom Grenzübergang Kerem Schalom zu einem Lagerhaus der Organisation im Gazastreifen befördert habe.
World Central Kitchen forderte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls und die Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen. OCHA bekräftigte, dass Zivilpersonen und zivile Infrastruktur im Westjordanland und im Gazastreifen gemäß dem humanitären Völkerrecht geschützt werden müssten.
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