Welternährungsprogramm: Der Konflikt im Nahen Osten stürzt Millionen Menschen in den Hunger
Genf, den 05. Juni /QNA/ Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) erklärte heute, dass der Konflikt im Nahen Osten Millionen von Menschen an den Rand des Hungers treibt. Verschärft wird die Situation durch explodierende Treibstoff- und Logistikkosten, die die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben, wohingegen gleichzeitig Budgetkürzungen humanitäre Organisationen zwingen, ihre Einsätze einzuschränken.
In seinem Bericht stellt das WFP fest, dass afghanische, somalische und sri-lankische Haushalte an vorderster Front dieser Krise stehen. Diese Bevölkerungsgruppen sind zunehmendem wirtschaftlichem Druck ausgesetzt, der durch den gleichzeitigen Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise, die sinkende Kaufkraft und die Störungen im internationalen Handel entsteht.
Das Programm prognostiziert, dass 6,5 Millionen Menschen in Somalia – fast ein Drittel der Bevölkerung – im Jahr 2026 akut an Hunger leiden werden, wobei 17,4 Millionen Afghanen von der Krise betroffen sein könnten. Schätzungen zufolge würden bei anhaltenden Unruhen 2,5 Millionen somalische und 2,3 Millionen afghanische Staatsangehörige mit kritischer Ernährungsunsicherheit konfrontiert sein.
Das Welternährungsprogramm (WFP) berichtet, dass die Zahl der Menschen, die weltweit Hilfe vom WFP erhalten, bis 2026 voraussichtlich um etwa 1,5 Millionen sinken wird. Hält die Situation sechs Monate an, könnte der Rückgang um weitere neun Millionen zurückgehen. Steigende Treibstoffpreise haben die Transportkosten für Hilfsgüter nach Afghanistan verfünffacht und die Lieferzeiten aufgrund der Notwendigkeit, alternative Routen zu nutzen, um zehn bis fünfundsiebzig Tage verlängert.
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