Schura-Rat als Mitwirkender bei der IPU-Weltkonferenz der Parlamentarierinnen in Belgrad
Belgrad, den 04. Juni /QNA/ Der Schura-Rat nahm an der Weltkonferenz der Parlamentarierinnen der Interparlamentarischen Union (IPU) in der serbischen Hauptstadt Belgrad teil. Ziel der Konferenz war es, Parlamentarierinnen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung gemeinsamer, innovativer Strategien zur Förderung der Rechte von Frauen zu bieten.
Die Konferenz befasste sich mit verschiedenen Themen im Zusammenhang mit der Beseitigung von Hindernissen für die Gleichstellung der Geschlechter und deren Förderung durch Vielfalt, der Bekämpfung von Stereotypen, negativen Normen und gesellschaftlichen Praktiken sowie dem gemeinsamen Vorgehen gegen Stereotypen, negative Normen, Gewalt und Desinformation im digitalen Raum. Der Schura-Rat wurde auf dieser von der Interparlamentarischen Union und der Nationalversammlung der Republik Serbien organisierten Konferenz von Ihrer Exzellenz Dr. Hamda bint Hassan Al Sulaiti, Vizepräsidentin des Rates, sowie mehreren Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus verschiedenen Ländern der Welt vertreten. In ihrem Vortrag auf der Veranstaltung „Stereotypen, Gewalt und Online-Desinformation gegen Frauen: Bekämpfung in der Politik“ erläuterte Dr. Al Sulaiti die Bemühungen des Staates Katar zur Förderung der digitalen Sicherheit und des Bewusstseins für Cybersicherheit.
Sie ging auf die nationalen Initiativen der Nationalen Cybersicherheitsbehörde ein, die dazu dienen, eine internetsichere Gesellschaft aufzubauen. Dies soll durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungsprogramme und moderne Bildungsinstrumente erreicht werden. Diese Initiativen stehen im Einklang mit Katars Nationaler Vision 2030 und der Nationalen Cybersicherheitsstrategie 2024–2030.
In ihrer Rede betonte sie, dass diese Initiativen alle Bevölkerungsgruppen ansprechen. Dazu werden verschiedene Bildungs- und Sensibilisierungsinstrumente genutzt, darunter ein Leitfaden zur digitalen Sicherheit, Aufklärungsvideos, interaktive Cybersicherheitsspiele, interaktive Roboter und spezialisierte Workshops zum Schutz personenbezogener Daten sowie zur Prävention digitaler Risiken.
Sie betonte, dass Parlamentarierinnen zunehmend mit Herausforderungen im politischen und digitalen Bereich konfrontiert sind. Dazu zählen Cybergewalt, die Reproduktion von Stereotypen, Desinformation und algorithmische Verzerrungen. Diese erschweren die gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen.
Die Vizepräsidentin des Schura-Rates bekräftigte, dass die Bewältigung dieser Herausforderungen nicht länger allein eine Angelegenheit der Frauen sei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstelle. Dafür sei mehr Bewusstsein, Bildung und digitale Sicherheit erforderlich, um einen sicheren und gerechteren digitalen Raum zu gewährleisten, der Frauen eine wirksame Teilhabe am öffentlichen Leben ermögliche.
Sie wies darauf hin, dass nationale Programme in Katar die Themen Cybersicherheit, Datenschutz, digitale Sicherheit für Kinder und Familien sowie die Vermittlung von Kenntnissen über digitales Recht in den Vordergrund stellen. Zudem betonte sie, wie wichtig es sei, weiterhin Schutzmaßnahmen, Gesetze und Aufklärungskampagnen zu entwickeln, um aufkommenden digitalen Herausforderungen wie Phishing, Ransomware, Cybermobbing sowie dem Missbrauch von Künstlicher Intelligenz und Deepfake-Technologien zu begegnen.
Sie rief dazu auf, erfolgreiche Erfahrungen und Initiativen zu nutzen sowie Fachwissen zwischen den Ländern auszutauschen, um zum Aufbau einer sicheren digitalen Gesellschaft beizutragen und die Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit zu verstärken. Außerdem hob sie hervor, wie wichtig es ist, gemeinsame Sensibilisierungs- und Schulungsinitiativen zu entwickeln, bewährte Verfahren im Bereich Datenschutz und digitale Privatsphäre auszutauschen sowie die sichere Teilhabe von Frauen im öffentlichen Leben zu fördern.
Am Rande der Konferenz führte die Vizepräsidentin des Schura-Rates bilaterale Zusammenkünfte mit mehreren teilnehmenden Parlamentariern, davon:
- Ihre Exzellenz Ágnes Forsthoffer Parlamentspräsidentin von Ungarn,
- Seine Exzellenz Edin Đerlek, Vizepräsident der Nationalversammlung der Republik Serbien,
- Ihre Exzellenz Claudia Roth, Mitglied des Deutschen Bundestages,
- Seine Exzellenz Ndumiso Mdluli, Vizepräsident des Senats des Königreichs Eswatini,
- Ihre Exzellenz Manuela Tender, Mitglied des portugiesischen Parlaments,
- Ihre Exzellenz Michelle Rempel Garner, Mitglied des kanadischen Kronrats und des kanadischen Unterhauses,
- Ihre Exzellenz Cynthia López Castro, Präsidentin des Büros der Parlamentarierinnen der Interparlamentarischen Union.
Im Mittelpunkt dieser Treffen standen die parlamentarische Zusammenarbeit und Möglichkeiten zu ihrer Förderung sowie der Meinungsaustausch zu verschiedenen Fragen von gemeinsamem Interesse.
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