Minister für Umwelt und Klimawandel gegenüber "QNA": "Katar setzt auf gestützte Umweltpolitik- basierend auf wissenschaftlicher Überwachung und vorausschauender Planung“
Doha, den 04. Juni /QNA/ Seine Exzellenz Dr. Abdullah bin Abdulaziz bin Turki Al Subaie, Minister für Umwelt und Klimawandel, bekräftigte, dass Umweltschutz in Katar nationale Priorität und ein integriertes Maßnahmensystem darstellt, das mit Lebensqualität, Ressourcennachhaltigkeit und der Sicherheit zukünftiger Generationen verknüpft ist.
Seine Exzellenz erklärte, der Staat verfolge einen umweltpolitischen Ansatz, der auf proaktiver Planung, wissenschaftlicher Überwachung und dem Erhalt natürlicher Ressourcen beruhe und damit seine Fähigkeit zur Erreichung nachhaltiger Entwicklung stärke. In einem Exklusivinterview gegenüber der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) erklärte Seine Exzellenz, der jährlich am 05. Juni begangene Weltumwelttag biete die Gelegenheit, die gemeinsame Verantwortung für Umweltschutz und den Erhalt natürlicher Ressourcen zu erneuern sowie ökologisches Bewusstsein in alltägliches Handeln umzusetzen. Er betonte, die Umwelt sei ein nationales Erbe und eine kollektive Verantwortung, die kontinuierliches gesellschaftliches Bewusstsein sowie institutionelle Anstrengungen auf der Grundlage wirksamer Planung, Überwachung und Kontrolle erfordere.
Der Minister stellte klar, dass Umweltschutz sich nicht länger auf die Sicherung von Naturgebieten oder die Bekämpfung von Verstößen beschränkt, sondern nun Teil eines integrierten Systems ist, das Früherkennung, Risikomanagement, den Schutz der Biodiversität, die Überwachung der Auswirkungen des Klimawandels bzw. die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen umfasst.
In diesem Zusammenhang fügte SE hinzu, dass das Ministerium weiterhin Programme zum Schutz der terrestrischen, marinen und atmosphärischen Umwelt, zur Überwachung der Luft-, Wasser- bzw. Bodenqualität, zur Erhaltung natürlicher Lebensräume und zur Sicherung der Vegetationsdecke umsetzt. Er unterstrich, dass fortschrittliche Umweltüberwachungssysteme entwickelt werden, um Entscheidungen auf der Grundlage präziser wissenschaftlicher Daten zu unterstützen. Seine Exzellenz betonte die Priorität des Schutzes der terrestrischen Umwelt angesichts der Bedeutung von Grasland, Vegetationsdecke und Böden für das ökologische Gleichgewicht, die Bekämpfung der Wüstenbildung und den Erhalt der Biodiversität. Seine Exzellenz hob außerdem das Engagement des Staates für den Schutz der Meeresumwelt, der Küsten und Inseln hervor, die als grundlegende Elemente der Biodiversität gelten, indem Küsten- und Schifffahrtsaktivitäten nach Standards reguliert werden, die eine nachhaltige Nutzung gewährleisten.
Der Minister für Umwelt und Klimawandel wies darauf hin, dass der Schutz der biologischen Vielfalt ein wichtiger Schwerpunkt der Umweltmaßnahmen sei, und zwar durch die Erfassung von Arten und natürlichen Lebensräumen, die Überwachung ihres Zustands und die Umsetzung von Programmen zur Erhaltung der Fauna, Flora und des Meereslebens.
In diesem Zusammenhang hob der Minister die Fortschritte Katars beim Aufbau eines Umweltüberwachungssystems hervor. Dieses basiert auf fortschrittlichen Messnetzen zur Überwachung der Luft-, Wasser- und Bodenqualität sowie auf radiologischen Frühwarnsystemen.
Mithilfe dieser Systeme ist ein permanenter, reibungsloser, regulärer Ablauf und ein wirkungsvolles Ereignismanagement gemäß strengen technischen Verfahren möglich. Des Weiteren erklärte er, dass das Ministerium Umwelt- und radiologische Indikatoren mithilfe eines integrierten nationalen Systems, das auf Echtzeitdaten basiert und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eingesetzt wird, kontinuierlich überwacht.
Zudem arbeite das Ministerium mit nationalen Behörden, den Staaten des Golfkooperationsrats und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) im Bereich des Daten- und Erfahrungsaustauschs sowie des Aufbaus technischer Kapazitäten zusammen.
Hinsichtlich des Klimawandels bekräftigte Seine Exzellenz, dass Katar die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels auch weiterhin unterstützen wird, indem das Land seinen Verpflichtungen nachkommt, Emissionen reduziert, Anpassungsprogramme erarbeitet und die nationalen Kapazitäten verstärkt, wobei die Besonderheiten der Umwelt Katars und die Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt werden.
Weiterhin erklärte er, dass die Teilnahme Katars, vertreten durch das Ministerium für Umwelt und Klimawandel, an der 31. Vertragsstaatenkonferenz des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (COP31), die im November in der Türkei stattfinden wird, ein wichtiger Schritt sei, um die nationalen Bemühungen zur Emissionsreduzierung, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Entwicklung von Umwelt Überwachungs- und Datensystemen zu präsentieren.
Zum Abschluss des Gesprächs bekräftigte Seine Exzellenz Dr. Abdullah bin Abdulaziz bin Turki Al-Subaie das Engagement Katars, sich an den globalen Bemühungen zum Schutz der Umwelt, zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels und zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung zu beteiligen. Er erinnerte daran, dass Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel zwei untrennbar miteinander verbundene Bereiche seien, für die nationale Anstrengungen gebündelt sowie eine wirksame internationale Zusammenarbeit gewährleistet werden müsse.
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