Technologie- und Lieferkettenpolitik: Katar bei „Pax Silica“-Gipfel in Washington vertreten
Doha, den 27. Juni /QNA/ An den Arbeiten des Gipfels „Pax Silica“, der kürzlich in der US-Hauptstadt Washington unter Beteiligung der Mitgliedstaaten der Initiative stattfand, nahm auch der Staat Katar teil.
Vertreten wurde Katar beim Gipfel von Seiner Exzellenz Dr. Ahmed bin Mohammed Al Sayed, Staatsminister für Außenhandel im Ministerium für Handel und Industrie.
Wie das Ministerium für Handel und Industrie heute mitteilte, war der erste Tag des Gipfels Themen aus Industrie und Unternehmenswelt gewidmet. Am zweiten Tag rückten hingegen staatliche Fragen sowie Möglichkeiten zum Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in den Mittelpunkt.
Ein zentrales Ergebnis der katarischen Teilnahme war die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über die Chancen der Künstlichen Intelligenz zwischen Doha und Washington. Diese Erklärung ergänzt die bereits im Januar geschlossene „Pax Silica“-Deklaration und zeigt, dass Künstliche Intelligenz zunehmend zu einem Kernbereich wirtschafts- und technologiepolitischer Zusammenarbeit wird.
Am Rande des Gipfels nutzte Seine Exzellenz die Gelegenheit zu einer Reihe bilateraler Gespräche mit hochrangigen Regierungs- und Wirtschaftsvertretern. Auf dem Programm standen Treffen mit:
- Zhaslan Madiyev, Kasachstans Vize-Premierminister sowie Minister für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung
- Saeed Bin Mubarak Al Hajeri, Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate für auswärtige Angelegenheiten
- Jacob Helberg, dem im US-Außenministerium für Wirtschaftswachstum, Energie und Umwelt zuständigen Unterstaatssekretär.
Darüber hinaus sprach er mit Severino S. Rodolfo, Unterstaatssekretär im philippinischen Ministerium für Handel und Industrie, Chng Kai-Fong, Staatssekretär im Ministerium für digitale Entwicklung und Information Singapurs, sowie mit David Copley, Senior Director für globale Lieferketten im Weißen Haus.
Auch ein Treffen mit Ben Black, dem Vorstandsvorsitzenden der United States International Development Finance Corporation, gehörte zu den bilateralen Terminen.
Inhaltlich ging es dabei um mehr als klassische Handelsbeziehungen. Besprochen wurden Investitionen, wirtschaftliche Kooperation, politische Abstimmung, Chancen im KI-Bereich, die Erleichterung des Handels sowie stärkere Verbindungen zwischen Unternehmensgemeinschaften. Damit rückten jene Felder in den Vordergrund, in denen Technologie, Wirtschaftspolitik und geopolitische Lieferketten immer enger ineinandergreifen.
Auch gegenüber internationalen Unternehmen präsentierte Katar seine Investitionsmöglichkeiten. Im Fokus standen dabei Sektoren, die für die wirtschaftliche Diversifizierung und technologische Positionierung des Landes besonders wichtig sind: künstliche Intelligenz, fortgeschrittene Technologien, digitale Wirtschaft und Lieferketten.
Die „Pax Silica“-Deklaration, die Katar und die Vereinigten Staaten im Januar unterzeichnet hatten, bildet den strategischen Rahmen dafür. Sie soll die Zusammenarbeit bei Schlüsseltechnologien und Lieferkettensicherheit vertiefen, wirtschaftliche Stabilität fördern und eine belastbarere, nachhaltigere Wirtschaftsarchitektur unterstützen.
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