Acht arabische und islamische Staaten verurteilen in einer gemeinsamen Erklärung die fortgesetzten Erstürmungen der gesegneten Al-Aqsa-Moschee durch Siedler sowie das Hissen der israelischen Flagge in ihren Höfen
Doha, den 02. Juni /QNA/ Die Außenminister von Katar, dem Königreich Saudi-Arabien, dem Haschemitischen Königreich Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Republik Indonesien, der Islamischen Republik Pakistan, der Arabischen Republik Ägypten und der Republik Türkei verurteilen in den schärfsten Worten die anhaltenden Erstürmungen der gesegneten Al-Aqsa-Moschee / des edlen Heiligtums (Al-Haram al-Sharif) durch extremistische israelische Siedler unter dem Schutz israelischer Kräfte sowie das Hissen der israelischen Flagge in ihren Höfen.
Sie betonen, dass diese provokativen und inakzeptablen Handlungen einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, die einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen sowie den bestehenden historischen und rechtlichen Status der heiligen Stätten im besetzten Ostjerusalem darstellen.
Zudem verurteilen die Außenminister die fortgesetzten Verstöße und systematischen sowie rechtswidrigen Maßnahmen der israelischen Behörden als Besatzungsmacht, die darauf abzielen, den historischen, rechtlichen und demografischen Charakter des besetzten Ostjerusalems zu verändern und die Heiligkeit sowie den Status seiner islamischen und christlichen Heiligtümer zu entweihen und zu untergraben.
Zudem bekräftigen sie erneut ihre entschiedene Ablehnung jeglicher Versuche, den bestehenden historischen und rechtlichen Status Jerusalems sowie seiner islamischen und christlichen Heiligtümer zu verändern, und betonen die Notwendigkeit, diesen zu wahren, unter Anerkennung der besonderen Rolle der historischen haschemitischen Vormundschaft in dieser Angelegenheit.
Zudem bekräftigen die Minister erneut, dass die gesamte Fläche der gesegneten Al-Aqsa-Moschee / des edlen Heiligtums (Al-Haram al-Sharif) von 144 Dunum ausschließlich ein Gebetsort für Muslime ist, und dass die Jerusalemer Waqf-Behörde sowie die Angelegenheiten der Al-Aqsa-Moschee, die dem jordanischen Ministerium für Awqaf, islamische Angelegenheiten und Heiligtümer untersteht, die rechtmäßige Stelle mit ausschließlicher Zuständigkeit für die Verwaltung aller Angelegenheiten der Al-Aqsa-Moschee / des edlen Heiligtums sowie für die Regelung des Zugangs dorthin ist.
Die Minister machen zudem die israelischen Behörden für die Beendigung dieser eskalierenden Maßnahmen verantwortlich und warnen, dass die wiederholten israelischen Verstöße zu einer Verschärfung der Spannungen, zur Anheizung von Instabilität und Extremismus sowie zur Untergrabung der internationalen Bemühungen um Frieden führen. Sie stellen ferner einen klaren Verstoß gegen die Verpflichtungen Israels nach dem Völkerrecht dar. Sie rufen zur unverzüglichen Einstellung all dieser rechtswidrigen und provokativen israelischen Praktiken auf und bekräftigen erneut die Notwendigkeit, den bestehenden historischen und rechtlichen Status der gesamten Al-Aqsa-Moschee / des edlen Heiligtums (Al-Haram al-Sharif) zu achten.
Die Außenminister bekräftigen zudem erneut ihre feste Solidarität mit dem palästinensischen Volk sowie ihre unerschütterliche Unterstützung für die Verwirklichung seiner legitimen und unveräußerlichen nationalen Rechte, an erster Stelle seines Rechts auf Selbstbestimmung und auf die Errichtung eines unabhängigen, souveränen palästinensischen Staates in den Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Ferner erneuern sie ihre Unterstützung für alle Bemühungen zur Beendigung der israelischen Besatzung und zur Verwirklichung eines gerechten, dauerhaften und umfassenden Friedens auf der Grundlage der Zweistaatenlösung sowie im Einklang mit dem Völkerrecht, den einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen und der Arabischen Friedensinitiative.
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