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Katar fordert mehr Mitsprache von Frauen in Frieden und Sicherheit

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Katar fordert mehr Mitsprache von Frauen in Frieden und Sicherheit

Katar

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New York, den 18. Juni /QNA/ Vor den Vereinten Nationen hat Katar für eine stärkere Einbindung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsprozesse geworben. Frauen seien in bewaffneten Konflikten nicht nur in besonderem Maße von deren Folgen betroffen, sondern spielten zugleich eine zentrale Rolle für tragfähige Friedenslösungen, gesellschaftliche Stabilität und die Widerstandskraft staatlicher Institutionen.

Geäußert hat sich Katars Ständige Vertreterin bei den Vereinten Nationen, Scheicha Alya Ahmed bin Saif Al Thani, in einer offenen Debatte des Sicherheitsrats zur Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Die Sitzung in New York stand unter dem Leitmotiv „Frieden wird mit Frauen entschieden: Wege aus dem Konflikt durch stärkere Teilhabe“.

Scheicha Alya verwies darauf, dass anhaltende Kriege und Krisen Frauen und Mädchen in besonderer Weise träfen. Sie seien häufig stärker von Vertreibung, Gewalt, dem Zusammenbruch staatlicher Dienstleistungen sowie dem Verlust von Bildungs- und Gesundheitsangeboten betroffen. Daraus ergebe sich für die internationale Gemeinschaft die Verpflichtung, Frauen nicht lediglich als Schutzbedürftige zu betrachten, sondern als notwendige Partnerinnen bei der Gestaltung von Frieden und Sicherheit.

Besonders eindringlich beschrieb die katarische Diplomatin die Lage von Frauen in Konfliktgebieten, darunter in den besetzten palästinensischen Gebieten. Die dortigen humanitären Bedingungen hätten sich infolge der israelischen Besatzung dramatisch verschärft; palästinensische Frauen und Mädchen seien besonderen Gefahren ausgesetzt. Zugleich seien zentrale Bereiche des öffentlichen Lebens, insbesondere Bildung und Gesundheitsversorgung, schwer beeinträchtigt.

Unter Hinweis auf den jüngsten Bericht des UN-Generalsekretärs zur Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ machte Scheicha Alya auf schwere Verstöße gegen die Rechte von Frauen und Mädchen aufmerksam, auch in den besetzten palästinensischen Gebieten. “Diese Beispiele verdeutlichen die besonderen Risiken, denen Frauen in Konfliktgebieten ausgesetzt sind", sagte sie weiter.

Auch die jüngsten Entwicklungen in der Golfregion hätten, so die Botschafterin, erneut deutlich gemacht, wie eng regionale Sicherheit und Stabilität mit dem Wohlergehen der Bevölkerung verbunden seien. Dies gelte in besonderer Weise für Frauen und Mädchen. Katar trete daher weiterhin für Dialog, Diplomatie, die Achtung des Völkerrechts und die friedliche Beilegung von Streitigkeiten ein. Nur in einem sicheren und stabilen Umfeld könnten Entwicklung ermöglicht, grundlegende Dienstleistungen geschützt und Frauen wirksam gestärkt werden.

Darüber hinaus machte Scheicha Alya deutlich, dass Katar an seiner aktiven diplomatischen Rolle festhalten werde. Die Vermittlungsbemühungen Dohas zielten darauf, Sicherheit und Stabilität in der Region zu stärken und damit sowohl den Interessen ihrer Völker als auch jenen der internationalen Gemeinschaft zu dienen.

In diesem Zusammenhang begrüßte die katarische Vertreterin die Vereinbarung über eine Absichtserklärung zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran zur Klärung offener Fragen, darunter die Sicherung der Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Sie bezeichnete die Verständigung als wichtigen Schritt zur Festigung nachhaltigen Friedens und zur Förderung wirtschaftlicher Entwicklung auf regionaler wie internationaler Ebene.

Scheicha Alya zufolge hätten beide Seiten ihre Bereitschaft gezeigt, Differenzen im Wege des Dialogs und mit friedlichen Mitteln zu behandeln. Zugleich hob sie die Rolle Pakistans sowie weiterer regionaler und internationaler Partner hervor, deren Bemühungen zur Deeskalation, zur Annäherung der Positionen und schließlich zum Zustandekommen der Einigung beigetragen hätten.

Abschließend hob die katarische Diplomatin hervor, Katars Einsatz für die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ sei nicht nur deklaratorisch. Er zeige sich in konkreten Initiativen, in Dohas Vermittlungsrolle und in dem Ziel, Frauen stärker an Dialogen und Entscheidungen zu beteiligen.

Konkret nannte sie Katars Beitritt zur Initiative des UN-Generalsekretärs „Common Pledge for Women’s Full, Equal and Meaningful Participation in Peace Processes“ sowie die aktive Mitgliedschaft des Landes im Arab Women Mediators Network. Zudem verwies sie auf die Ausrichtung des dritten Treffens der Arbeitsgruppe „Frauen, Frieden und Sicherheit“ für die arabischen Staaten, das im Januar 2025 in Katar stattfand. Die Zusammenkunft habe die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit für die Stärkung weiblicher Führung und Teilhabe in Friedens- und Sicherheitsfragen unterstrichen.

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