Italien fordert die Europäische Union angesichts des Ebola-Ausbruchs dazu auf, die Grenzkontrollen zu verschärfen
Rom, den 29. Mai /QNA/ Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die Europäische Union aufgefordert, die Grenzkontrollen aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda zu verschärfen. In einem heute an die EU-Staats- und Regierungschefs gerichteten Schreiben forderte die Ministerpräsidentin, das Thema Grenzmanagement auf die Tagesordnung der für den 18. und 19. Juni geplanten Tagung des Europäischen Rates zu setzen.
In einer Erklärung der italienischen Regierung wurde erläutert, dass das Ziel der Anfrage darin bestehe, die Koordinierung der Grenzkontrollen durch gemeinsame Regeln für den Umgang mit direkten und indirekten Einreisen aus den betroffenen Gebieten zu stärken. Meloni forderte außerdem eine Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister „so bald wie möglich, vielleicht schon nächste Woche“. Italien hat bereits die Aktivierung „gezielter Gesundheitsüberwachungsprotokolle“ für Reisende angeordnet, die aus den beiden afrikanischen Ländern zurückkehren. Die italienische Regierung kündigte zudem an, Ende dieser Woche ein Expertenteam des auf Infektionskrankheiten spezialisierten Spallanzani-Krankenhauses in Rom nach Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, zu entsenden, um technische Hilfe zu leisten und Medikamente sowie medizinische Ausrüstung bereitzustellen.
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