Katar nimmt an der Global Partnership Conference in London teil
London, den 20. Mai /QNA/ Der Staat Katar nahm an der Global Partnership Conference teil, die in London stattfand und gemeinsam vom Vereinigten Königreich und der Republik Südafrika organisiert wurde.
Der Staat Katar wurde auf der Konferenz durch Ihre Exzellenz Dr. Maryam bint Ali bin Nasser Al Misnad, Staatsministerin für internationale Zusammenarbeit, vertreten.
An der Konferenz nahmen zahlreiche hochrangige Vertreter, Minister sowie Leiter von Entwicklungs- und humanitären Organisationen aus aller Welt teil.
Zudem nahm die Staatsministerin für internationale Zusammenarbeit als Hauptrednerin an der Eröffnungspaneldiskussion mit dem Titel ‚Aufbau eines Systems im Einklang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts‘ teil, die von Ihrer Exzellenz Baronin Nemat Shafik, leitende Wirtschaftsberaterin des britischen Premierministers, moderiert wurde. Die Sitzung konzentrierte sich auf zwei Hauptthemen: Erstens die Analyse tiefgreifender Veränderungen im gegenwärtigen politischen und entwicklungspolitischen Umfeld sowie der daraus ersichtlichen strukturellen Ungleichgewichte im bestehenden System der internationalen Zusammenarbeit, das dem Ausmaß der Krisen nicht mehr gerecht wird. Zweitens die Vorausschau auf das kommende Jahrzehnt und die grundlegenden Veränderungen, die erforderlich sind, um das internationale System neu auszurichten.
Ihre Exzellenz stellte im ersten Themenblock der Sitzung zudem die führende Erfahrung des Staates Katar sowie dessen anerkannte Initiativen auf internationaler Ebene vor. Dabei betonte sie, dass Katar die Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder an die Spitze seiner außenpolitischen Prioritäten stellt. Sie verwies ferner auf die umfangreichen finanziellen Beiträge und Spenden des Staates Katar, darunter eine Unterstützung in Höhe von 60 Millionen US‑Dollar zur Förderung von Entwicklungsmaßnahmen und Kapazitätsaufbauprojekten in den am wenigsten entwickelten Ländern.
Ihre Exzellenz erklärte, dass sich der Staat Katar innerhalb eines Jahres im Schnittpunkt von drei gleichzeitigen Krisen befand. Dazu gehörten die Vermittlungsbemühungen für einen Waffenstillstand im Gazastreifen und die Erleichterung des Zugangs für humanitäre Hilfe sowie parallel dazu die Fortsetzung humanitärer Missionen zur Rückführung ukrainischer Kinder zu ihren Familien. Zudem stellte der Qatar Fund for Development Finanzmittel für mehr als 70 Länder bereit, die gleichzeitig mit Nahrungsmittel‑, Klima‑ und Schuldenkrisen konfrontiert sind.
Sie wies darauf hin, dass das derzeitige internationale System seine grundlegende Annahme der Trennung von humanitärer Hilfe, Entwicklung und Frieden verloren hat. Ebenso sei die Annahme eines Monopols bei der Gestaltung internationaler Entscheidungen zusammengebrochen, da heute vor allem Entwicklungsfonds aus den Golf- und arabischen Staaten, Staatsfonds sowie regionale Vermittler eine tragende Rolle für die Aufrechterhaltung des Systems spielen. Sie machte zudem darauf aufmerksam, dass Katar allein im Jahr 2024 Auslandshilfen in Höhe von 4,8 Milliarden US‑Dollar für die am wenigsten entwickelten Länder bereitgestellt hat. In diesem Zusammenhang rief sie dazu auf, die finanziellen Zusagen des zweiten Globalen Doha-Gipfels für soziale Entwicklung zügig in konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen.
Im Hinblick auf den Themenbereich der Vorausschau auf das kommende Jahrzehnt präsentierte die Staatsministerin für internationale Zusammenarbeit eine praktische Roadmap, die auf drei zentralen Handlungsfeldern basiert. Dazu gehört der Übergang von fragmentierter Finanzierung hin zu nationalen Plattformen, die von den Empfängerländern selbst gesteuert und getragen werden, um ihnen die Federführung bei der Koordinierung zu ermöglichen. Dabei verwies sie auf die konkreten Vereinbarungen Katars zur Umsetzung des ‚Doha-Arbeitsprogramms‘ und rief die Konferenz dazu auf, das Prinzip zu verankern, Partnerschaften auf der Grundlage der nationalen Pläne der Empfängerländer und nicht nach den Vorgaben der Geber zu gestalten.
Sie betonte zudem die Finanzierung von Sozialschutz und die Entwicklung des Humankapitals als grundlegende langfristige Infrastruktur. Dabei verwies sie auf die Erfahrung der Organisation Education Above All, die erfolgreich mehr als 16 Millionen Kinder in 60 Ländern in Bildung integriert hat. Sie rief dazu auf, geeignete Definitionen zu verabschieden, die diesen Sektoren den Zugang zu konzessionären und gemischten Finanzierungsinstrumenten ermöglichen, und auf der Initiative ‚Von Sevilla nach Doha‘ aufzubauen, die in Zusammenarbeit mit Spanien und der Internationalen Arbeitsorganisation umgesetzt wird.
Sie betonte ferner die Bedeutung der Einbeziehung humanitärer Vermittlung und der Sicherstellung humanitären Zugangs als wesentliche Voraussetzungen für den Fluss von Entwicklungsinvestitionen und erklärte, dass Katars Investitionen in die Festigung seiner Rolle als verlässlicher Vermittler – von Gaza über Afghanistan bis Kolumbien – sowie die Einführung der ‚Initiative für humanitäre Diplomatie‘ Teil der dritten nationalen Entwicklungsstrategie des Landes sind.
Ihre Exzellenz bekräftigte die volle Bereitschaft Katars, ein wirksamer und zentraler Partner bei der Umsetzung dieser drei Schwerpunkte in konkrete Maßnahmen vor Ort zu sein.
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