Laut UNO wurden im Sudan innerhalb von vier Monaten 880 Zivilisten bei Drohnenangriffen getötet
Genf, den 11. Mai /QNA/ Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnte in einer in Genf veröffentlichten Erklärung, dass der zunehmende Einsatz bewaffneter Drohnen im Sudan-Konflikt den Krieg in eine „neue und tödlichere Phase“ treibe. Berichten zufolge wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres mindestens 880 Zivilisten bei Drohnenangriffen getötet.
In einer in Genf veröffentlichten Erklärung sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, das Ausbleiben dringender internationaler Maßnahmen berge die Gefahr, die humanitäre Krise zu verschärfen.
Er führte aus, dass der zunehmende Einsatz von Drohnen es ermögliche, dass die Kämpfe trotz des nahenden Regenzeits, welches in der Vergangenheit stets zu einer Verringerung des Ausmaßes der Bodenoperationen im Sudan geführt habe, ununterbrochen weitergingen.
Laut dem UN-Menschenrechtsbüro hat sich der Einsatz von Drohnen inzwischen auch auf die Regionen Blauer Nil, Weißen Nil und die Hauptstadt Khartum ausgeweitet, die traditionell nicht von Konflikten betroffen sind.
Türk forderte strengere Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Konfliktparteien Waffenlieferungen, darunter auch hochentwickelte Drohnen, erhalten, und warnte, dass Märkte, Gesundheitseinrichtungen und humanitäre Einsätze zunehmend bedroht sind.
Er sagte, bewaffnete Drohnen seien „bei weitem die Hauptursache für zivile Todesopfer“ in dem Konflikt geworden.
In den letzten Monaten hat die Zahl der Drohnenangriffe im andauernden Konflikt im Sudan stark zugenommen. Dabei verzeichnete Kordofan im ersten Quartal dieses Jahres die höchste Zahl ziviler Opfer.
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