Zum Weltgesundheitstag: Katar setzt auf mehr Gesundheit und Wohlbefinden
Doha, den 07. April /QNA/ Mit dem Gesundheitsministerium an der Spitze engagiert sich Katar gemeinsam mit verschiedenen Institutionen des Gesundheitssektors im Rahmen des diesjährigen Weltgesundheitstags, der unter dem Leitgedanken „Together for health. Stand with science / Gemeinsam für die Gesundheit. Zur Wissenschaft stehen“ steht.
Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) formulierte Leitmotiv trägt der herausragenden Bedeutung wissenschaftlicher Zusammenarbeit Rechnung – sowohl für den Schutz der Gesundheit als auch für den Ausbau nationaler Forschungskapazitäten und die Gewährleistung eines umfassenden Zugangs zur medizinischen Versorgung.
Katar legt großen Wert auf Spitzenleistungen in Forschung, Entwicklung und gesundheitlicher Innovation. Dazu gehören die Modernisierung politischer Rahmenbedingungen, die gezielte Anwerbung von Talenten sowie der Ausbau der Infrastruktur. Ergänzt wird dies durch kontinuierliche Fortbildungsmaßnahmen für Fachkräfte im Gesundheitswesen, um die Qualität der Versorgung und die Behandlungsergebnisse nachhaltig zu verbessern und Innovationen voranzutreiben.
Zu diesem Anlass bekräftigte Seine Exzellenz Mansoor bin Ebrahim bin Saad Al Mahmoud, Minister für öffentliche Gesundheit, in einer Erklärung das Engagement des Staates Katar für die Optimierung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Gesellschaft. Zugleich hob er hervor, dass das diesjährige Thema des Weltgesundheitstags im Einklang mit den Zielen der Nationalen Gesundheitsstrategie 2024–2030 stehe, die unter anderem den Aufbau eines integrierten Gesundheitssystems auf der Grundlage klinischer Exzellenz, Nachhaltigkeit und Innovation vorsehe sowie zahlreiche bedeutende nationale Initiativen zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität unterstütze.
Zugleich verwies er auf die erheblichen Fortschritte Katars im Bereich der Gesundheitsforschung, die maßgeblich durch die konsequente Ausrichtung auf Innovation, Präzisionsmedizin und den Aufbau eines integrierten Gesundheitssystems geprägt sind. Dieses dient nicht nur der nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung, sondern auch der proaktiven Bewältigung künftiger gesundheitlicher Herausforderungen im Einklang mit der “Qatar National Vision 2030”. In diesem Kontext unterstrich er die zentrale Bedeutung der Umsetzung der Nationalen Gesundheitsstrategie innerhalb eines modernen legislativen Rahmens, insbesondere durch das „Gesetz Nr. 6 von 2025 zur Regulierung der Gesundheitsforschung“, das die Einhaltung höchster ethischer und wissenschaftlicher Standards gewährleistet, den Schutz der Teilnehmenden sicherstellt und zugleich die Entwicklung innovativer Therapien sowie die internationale Forschungskooperation nachhaltig stärkt.
Zentrale Akteure der Gesundheitsforschung in Katar – darunter das Qatar Precision Health Institute, Sidra Medicine, die Hamad Medical Corporation sowie die Primary Health Care Corporation – tragen maßgeblich dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen zu überführen. Ihr Ansatz verbindet präventive und kurative Versorgung und fördert die Integration von Wissen und Praxis.
Darüber hinaus leisten Forschungsaktivitäten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der öffentlichen Gesundheit, etwa durch die Entwicklung integrierter Versorgungsmodelle für nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs und Diabetes sowie durch die Weiterentwicklung von Überwachungssystemen für Infektionskrankheiten.
Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit unterhält Katar derzeit drei WHO-Kooperationszentren, die Programme der Organisation unterstützen: das Biomedical Research Center der Qatar University, das Hamad Trauma Center sowie die Abteilung für Geriatrie und Langzeitpflege der Hamad Medical Corporation.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben das nationale Akkreditierungssystem für kontinuierliche Fortbildung sowie das bereits 2016 eingeführte nationale Weiterbildungsprogramm entscheidend zur Qualitätssicherung im Gesundheitssektor beigetragen. Sie verbesserten nicht nur die Standards beruflicher Weiterbildung, sondern auch die Ergebnisse der Patientenversorgung. Seit dem Start wurden über 100 000 akkreditierte Fortbildungsmaßnahmen organisiert, die mehr als 250 000 Unterrichtsstunden und rund 3,85 Millionen Lernmöglichkeiten umfassten. Insgesamt summieren sich die anerkannten Fortbildungsstunden auf mehr als 14,3 Millionen. Die Teilnahmequote ist dabei bemerkenswert hoch: 97,8 Prozent der Gesundheitsfachkräfte erfüllen die Programmvorgaben. Internationale Anerkennung erhielt das System zudem durch die World Federation for Medical Education – als eines der ersten vier Akkreditierungssysteme weltweit.
Das nationale Akkreditierungssystem wurde darüber hinaus vom Weltverband für medizinische Ausbildung anerkannt und zählt zu den ersten vier CPD-Systemen weltweit, die diese Auszeichnung erhalten haben. Ergänzend wurden internationale Gleichwertigkeitsabkommen mit führenden Akkreditierungsstellen geschlossen, darunter mit dem Accreditation Council for Continuing Medical Education (USA), dem Royal College of Physicians and Surgeons of Canada, der American Medical Association sowie der American Academy of Family Physicians.
Im Juli 2020 führte Katar zudem den „Qatar Board for Medical Specialties“ ein, um Ärztinnen und Ärzten hochwertige Facharztausbildungen zu ermöglichen. Bislang haben 289 Medizinerinnen und Mediziner in 14 Fachrichtungen diese Qualifikation erworben.
Abschließend rief die WHO anlässlich des Weltgesundheitstags dazu auf, die Bedeutung wissenschaftlicher Zusammenarbeit stärker in den Fokus zu rücken, wissenschaftliche Fortschritte sichtbar zu machen und multilaterale Kooperationen zu intensivieren. Ziel sei es, Daten in konkrete Maßnahmen zu überführen, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und eine gesündere Zukunft für alle zu gewährleisten.
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