Frankreich: Maßnahmen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen aufgrund der steigenden Kraftstoffpreisen
Paris, den 04. April /QNA/ In einem globalen Umfeld mit erheblichen Spannungen - Eskalation im Nahen Osten steigen die Preise für fossile Brennstoffe deutlich. Vor diesem Hintergrund setzt die französische Regierung ein dringendes Unterstützungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um.
Das Unterstützungsprogramm umfasst auch branchenübergreifende Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität von Unternehmen in den betroffenen Sektoren (Landwirtschaft, Fischerei, Transport):
- Bereitstellung von der staatlichen Förderbank Bpifrance (1 bis 3 Jahre) von bis zu 50.000 €. Die Bank "Bpifrance" wird diese Kredite über ein vereinfachtes digitales Verfahren vergeben, sodass die Auszahlung innerhalb von sieben Tagen erfolgen kann.
- Der Zinssatz für die Kredite beträgt 3,8 Prozent.
Das Programm erfüllt ein Versprechen des französischen Premierministers Sébastien Lecornu aus der vergangenen Woche. Seine Regierung versucht wie viele andere weltweit auch, die wirtschaftlichen Folgen der durch den Krieg bedingten Ölpreiserhöhungen abzumildern.
Der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure kündigte separat an, er habe einen Brief an die Europäische Kommission geschickt, in dem er eine Untersuchung fordert, ob Ölraffinerien in Europa den Konflikt ausnutzen, um bei der Kraftstoffpreisgestaltung „Missbrauch“ zu begehen. Es ist anzumerken, dass viele Länder weltweit Anreize und Unterstützung für ihre von den gestiegenen globalen Ölpreisen betroffenen Unternehmen und Institutionen beschlossen haben, wohingegen andere Länder Sparmaßnahmen ergriffen haben, um ihre Energiereserven zu kontrollieren.
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