Auf QC-Initiative... FIATA-Seminar untersucht globale Schifffahrtsrisiken vor dem Hintergrund der Herausforderungen
Doha, den 04. April /QNA/ Auf Initiative der Handelskammer von Katar (QC) veranstaltete der Internationale Speditionsverband (FIATA) ein Webinar mit dem Titel „Sicherheitslage im Nahen Osten: Umgang mit rechtlichen, versicherungstechnischen und operativen Risiken in Krisenzeiten“.
Beim Webinar wurden die Auswirkungen der aktuellen regionalen Entwicklungen auf globale Lieferketten und den Warenverkehr beleuchtet. Dabei wurden insbesondere die Folgen der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten für die Seewege hervorgehoben, einschließlich steigender Kosten sowie zunehmender rechtlicher und versicherungstechnischer Herausforderungen für Spediteure weltweit. An der Veranstaltung nahmen über 100 Vertreter internationaler Reedereien, Versicherungen und Zollagenten teil.
Ing. Ali bin Abdullatif Al Misnad, Vorstandsmitglied der Handelskammer von Katar, Präsident der FIATA-Region Afrika und Naher Osten (RAME) sowie Vorsitzender des katarischen Speditions- und Logistikverbands (QAFL), erklärte, die Handelskammer habe die Veranstaltung initiiert, um die FIATA in die Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen einzubinden. Er hob die Bedenken hinsichtlich einer möglichen Schließung der Straße von Hormus und deren Auswirkungen auf den Warenverkehr in die GCC-Staaten sowie den daraus resultierenden Anstieg der Versand- und Versicherungskosten hervor.
Al Misnad betonte, dass die Durchführung dieses Webinars auf Einladung der Handelskammer von Katar deren führende internationale Rolle unterstreiche und die globale Bedeutung Katars widerspiegele. Er fügte hinzu, dass sich die Diskussionen auf die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Frachtraten konzentrierten, mit dem klaren Ziel, Preiserhöhungen für Verbraucher zu verhindern.
Er hob hervor, dass den Reedereien unmissverständlich klargemacht wurde, die gegenwärtige Lage nicht für Preiserhöhungen auszunutzen – eine Position, die sich in den Empfehlungen des Webinars widerspiegelt.
Darüber hinaus merkte er an, dass die GCC-Staaten der Verbesserung des Landtransports und der Erleichterung grenzüberschreitender Verfahren durch das TIR-System Priorität eingeräumt haben. Die laufende Koordination zwischen Beamten, Handelskammern und Logistikausschüssen habe zu einem reibungsloseren Lkw-Verkehr und optimierten Zollabfertigungsprozessen beigetragen.
Beim Webinar brachte die FIATA ihr Verständnis für die Herausforderungen der GCC-Staaten, insbesondere für den starken Anstieg der Frachtraten, zum Ausdruck und bekräftigte ihre Unterstützung für Maßnahmen zur Abmilderung der Preissteigerungen für Verbraucher in der Region.
Im Rahmen des Webinars gaben Andrea Tang, Direktorin der Rechtsabteilung der FIATA, und Yuntao Yang, Vorsitzender des FIATA-Beratungsgremiums für Rechtsfragen (ABLM), Einblicke.
Themen der Diskussionen waren die Rechte der Frachtführer, einschließlich Umleitung und Aussetzung der Reise, sowie Zuschläge wie Kriegsrisikoprämien und Liegegelder. Auch höhere Gewalt, Fragen der Frachtversicherung und praktisches Risikomanagement mit Schwerpunkt auf Dokumentation und bewährte Verfahren wurden thematisiert.
Der Internationale Verband der Speditions- und Logistikunternehmen (FIATA) ist eine 1926 gegründete Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Genf, der Schweiz. Der Verband vertritt die globale Speditions- und Logistikbranche mit Mitgliedern aus über 150 Ländern.
Die FIATA hat sich zum Ziel gesetzt, Schifffahrtsdienstleistungen zu entwickeln und zu verbessern, höchste Qualitäts- und Berufsstandards sicherzustellen und den internationalen Handel zu fördern.
Seine Aufgaben umfassen die Standardisierung von Praktiken im Logistiksektor, die Entwicklung professioneller Standards, die Durchführung von Schulungen und die internationale Branchenvertretung.
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