Deutschland: China und Russland müssen einer Resolution der Vereinten Nationen zur Straße von Hormus zustimmen
New York, den 29. April /QNA/ Der deutsche Außenminister Johann Wadephul rief China und Russland dazu auf, den Weg für die Verabschiedung einer Resolution der Vereinten Nationen zur Koordinierung internationaler Maßnahmen zur Sicherung der Straße von Hormus zu ebnen. Er verwies darauf, dass ihr doppelter Einsatz des Vetorechts (Veto) dieses Vorhaben bislang behindert habe.
Wadephul sagte am Rande seines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York:
“Wer die regelbasierte internationale Ordnung nicht nur mit Worten verteidigen will, sondern sie lebendig sehen möchte, muss die Annahme von Resolutionen der Vereinten Nationen ermöglichen.”
Er hob hervor, dass seine Gespräche in New York sowie die Diskussionen über die Freiheit der Schifffahrt im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen deutlich gemacht hätten, dass die internationale Gemeinschaft einig in der Auffassung sei, dass die Straße von Hormus erneut für die Durchfahrt geöffnet werden müsse.
Darüber hinaus bekräftigte er, dass der zweite zentrale Punkt der amerikanisch‑iranischen Gespräche zur Beendigung der Krise im Nahen Osten die Anerkennung Irans sein müsse, von seinem Streben nach dem Besitz von Atomwaffen abzusehen.
Er fügte hinzu: “Diese Welt braucht keine neuen Atommächte – diese Welt braucht weniger Atomwaffen.”
Die deutsche Regierung setzt zudem auf eine Resolution der Vereinten Nationen als eine der grundlegenden Voraussetzungen für eine Beteiligung der Bundeswehr an einer künftigen Sicherheitsmission in der Meerenge.
Der Wasserweg gilt als von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft, insbesondere für den Transport von Öl und Gas. Infolge der Blockade sind die weltweiten Marktpreise für Rohöl und verflüssigtes Erdgas (LNG) gestiegen.
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