Außenamtssprecher: Katar weist Instrumentalisierung der Straße von Hormus zurück und unterstützt laufende Vermittlungsinitiativen
Doha, den 28. April /QNA/ Seine Exzellenz Dr. Majed bin Mohammed Al Ansari, Berater des Ministerpräsidenten und offizieller Sprecher des Außenministeriums, hat die unveränderte Position des Staates Katar bekräftigt, Konflikte ausschließlich durch Dialog und diplomatische Mittel beizulegen. Zugleich wies er die Nutzung der Straße von Hormus als politisches Druckinstrument entschieden zurück und unterstrich den fortgesetzten Beistand Katars für regionale und internationale Vermittlungsbemühungen, insbesondere jene unter Führung der Islamische Republik Pakistan.
Im Rahmen der wöchentlichen Presseunterrichtung des Außenministeriums erklärte Al Ansari, eine Behinderung des Schiffs- und Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus sei unter keinen Umständen annehmbar. Ebenso sei es inakzeptabel, die Meerenge im Kontext militärischer oder politischer Auseinandersetzungen als Druckmittel einzusetzen. Die Passage müsse unabhängig von anderen Erwägungen offen gehalten werden.
Des Weiteren verwies er darauf, dass eine Schließung der strategisch bedeutenden Wasserstraße weitreichende globale wirtschaftliche Folgen nach sich ziehe, insbesondere für die Energie- und Ernährungssicherheit sowie für internationale Lieferketten. Die derzeitige Lage diene „keiner Seite“, betonte er.
In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass der Staat Katar die Sicherheit der Beschäftigten auf Öltankern in den Vordergrund stelle. Gleichzeitig verfolge Doha die Entwicklungen sowie die Verhandlungen zur Wiederöffnung der Meerenge aufmerksam und warnte erneut vor den Gefahren einer Instrumentalisierung als Druckmittel angesichts der derzeitigen internationalen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Mit Blick auf das Golf-Konsultationstreffen, das heute in der saudi-arabischen Stadt Dschidda stattfand, bekräftigte der Sprecher Katars Engagement für die Zusammenarbeit innerhalb des Golf-Kooperationsrat. Die Koordination zwischen den Mitgliedstaaten, sagte er, dauere seit Beginn der Krise an und werde durch kontinuierliche Kontakte sowie gegenseitige Besuche aufrechterhalten. Seine Exzellenz ergänzte, ein Gipfeltreffen auf Führungsebene sei unter den gegenwärtigen Umständen „eine natürliche Entwicklung“ im Rahmen dieser Abstimmung.
Die Position der Golfstaaten ist nach den Worten Al Ansaris eindeutig: Eine Lösung müsse auf diplomatischem Wege und so rasch wie möglich erreicht werden. Zugleich verwies er darauf, dass die Staaten der Region in den vergangenen Jahren ihre Effektivität als Vermittler unter Beweis gestellt hätten und international zunehmend als zentrale Akteure der Konfliktlösung wahrgenommen würden.
Darüber hinaus unterstrich er: „Katar verfolgt seit Beginn der Krise eine konsistente Linie, wonach Konflikte ausschließlich am Verhandlungstisch gelöst werden sollten. Doha wird auch weiterhin diplomatische Initiativen unterstützen und sich für friedliche Lösungen einsetzen.“
„Im Hinblick auf die laufenden Vermittlungsbemühungen stehen wir in enger Abstimmung mit Pakistan und messen den jüngsten diplomatischen Kontakten, einschließlich der Besuche des pakistanischen Premierministers in mehreren Golfstaaten, große Bedeutung bei. Eine Ausweitung des Verhandlungskreises ist derzeit nicht erforderlich, da ein Vermittler seine Rolle konstruktiv wahrnimmt und breite Unterstützung genießt“, führte er aus.
Parallel dazu, so der Außenamtssprecher, setzte Katar die Koordination mit regionalen und internationalen Partnern fort, um eine nachhaltige politische Lösung zu erreichen.
Im sicherheitspolitischen Kontext erklärte Dr. Majed Al Ansari, dass Katar sämtliche notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner Sicherheit ergriffen habe. Rund 98 Prozent der auf das Land abgefeuerten Raketen seien abgefangen worden. Zugleich bekräftigte er das souveräne Recht des Landes auf Selbstverteidigung.
Er fügte hinzu, trotz bestehender Herausforderungen gebe es Fortschritte in einzelnen Verhandlungsformaten. Maßnahmen zur Waffenruhe seien ein positiver Schritt, auf dem aufgebaut werden müsse, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen.
Außerdem bekundete Dr. Al Ansari: „Katar setzt sich für eine nachhaltige Beilegung des Konflikts ein, die Stabilität in der Region sichert und die wirtschaftlichen sowie sicherheitspolitischen Auswirkungen eindämmt. Eine Rückkehr zu Eskalationsdynamiken muss verhindert werden, während zugleich eine umfassende politische Lösung auf diplomatischem Wege angestrebt wird.“
Betreffend die Rolle Katars als Vermittler erläuterte der Sprecher, dass ein Abbruch der Vermittlungsbemühungen keinem der beteiligten Akteure zugutekäme. Auch mögliche Kritik an Vermittlern, so er weiter, ändere nichts an der Notwendigkeit ihrer fortgesetzten Tätigkeit.
Al Ansari zufolge werde Katar seine Bemühungen in verschiedenen regionalen und internationalen Dossiers fortsetzen und dabei eng mit Partnern wie der Arabischen Republik Ägypten und der Republik Türkei zusammenarbeiten.
Bei dieser Gelegenheit würdigte Al-Ansari die Rolle europäischer Partner, die sich in der aktuellen Krise als verlässliche Akteure erwiesen hätten. Die größte Sorge gelte derzeit der Sicherheit der gesamten Region. Zugleich habe sich die Wahrnehmung von Bedrohungen verändert – ein Umstand, der die Notwendigkeit umfassender und nachhaltiger Lösungen im Interesse der Völker der Region, einschließlich des iranischen Volkes, unterstreiche.
Mit Blick auf den Libanon bekräftigte der Sprecher abschließend die anhaltende Unterstützung Katars für das Land, sowohl zugunsten der libanesischen Streitkräfte als auch im Rahmen der Koordination mit internationalen Partnern innerhalb der sogenannten Fünfergruppe. Die Kontakte mit verschiedenen Akteuren würden in diesem Zusammenhang fortgeführt.
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