NCIHL-Vorsitzender: Katar stärkt Einsatz für humanitäres Völkerrecht
Doha, den 26. April /QNA/ Seine Exzellenz Saeed bin Abdullah Al Suwaidi, Staatssekretär im Justizministerium und Vorsitzender des Nationalen Komitees für humanitäres Völkerrecht, hob die wesentlichen Anstrengungen Katars zur Förderung des humanitären Völkerrechts sowie die damit verbundenen Herausforderungen hervor.
Während eines Vortrags an der “Joaan bin Jassim”-Akademie für Verteidigungsstudien erläuterte Al Suwaidi die historische Entwicklung des humanitären Völkerrechts – von seinen Wurzeln in antiken Zivilisationen und der islamischen Rechtslehre bis hin zu seiner Verankerung in internationalen Abkommen wie den Genfer Konventionen und den Haager Abkommen. Dabei ging er auch auf die grundlegenden Prinzipien dieses Rechtsgebiets ein.
Er betonte, dass die Einrichtung dieses Komitees im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Katars stehe und darauf abziele, die Rechtsstaatlichkeit zu festigen sowie die nationale Koordinierung bei der Umsetzung und Verbreitung des humanitären Völkerrechts sicherzustellen. In diesem Zusammenhang stellte er Ziele, Aufgaben und Erfolge der Kommission auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene vor.
Zugleich verwies Al Suwaidi auf Bestrebungen, die Mitgliedschaft des Nationalen Komitees für humanitäres Völkerrecht auszuweiten, um zusätzliche staatliche Institutionen einzubinden und die institutionelle Zusammenarbeit – insbesondere bei Notfallstrukturen und gemeinsamen Einsatzplänen in bewaffneten Konflikten – weiter zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bildungs- und Trainingsarbeit des NCIHL. Diese umfasst Programme für Studierende und Schüler ebenso wie spezialisierte Schulungen für Diplomaten in Zusammenarbeit mit dem diplomatischen Institut des Außenministeriums, für Militärangehörige gemeinsam mit dem Verteidigungsministerium sowie für medizinisches Personal in Kooperation mit dem Ministerium für öffentliche Gesundheit Katar. Auch Journalisten und Juristen werden durch Programme in Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachzentren angesprochen.
Darüber hinaus hob er hervor, dass Konzepte des humanitären Völkerrechts inzwischen in die nationalen Lehrpläne integriert wurden – in Kooperation mit dem Bildungsministerium –, um das Bewusstsein für diese Prinzipien frühzeitig zu fördern und ihre Einhaltung nachhaltig zu verankern.
Abschließend verwies Al Suwaidi auf die NCIHT-Rolle bei der Prüfung und Umsetzung internationaler Abkommen sowie bei der Anpassung nationaler Gesetze. Zudem leiste sie rechtliche Beratung für staatliche Stellen und fördere die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und entsprechenden Gremien.
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