Die Wirtschaftsleistung der Eurozone schrumpfte aufgrund der Auswirkungen des Nahostkrieges
Brüssel, den 24. April /QNA/ Die Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone ist im April zurückgegangen und beendete damit eine 16-monatige Wachstumsphase. Hauptgründe dafür waren die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten, steigende Energiepreise sowie Störungen in den globalen Lieferketten.
Der S&P Global Composite Purchasing Managers’ Index (PMI) fiel im April auf 48,6 Punkte, nach 50,7 Punkten im März. Damit lag der Index erstmals wieder unter der Schwelle von 50 Punkten, die üblicherweise Wachstum signalisiert, wohingegen Werte darunter auf eine wirtschaftliche Schrumpfung hinweisen.
Der Rückgang wurde vor allem durch eine deutliche Abschwächung im Dienstleistungssektor verursacht, der den stärksten Einbruch seit über fünf Jahren verzeichnete. Gleichzeitig setzte der Produktionssektor sein Wachstum fort, wobei die Produktion so stark zunahm wie seit August des Vorjahres nicht mehr. Dies ist teilweise auf vorgezogene Bestellungen zurückzuführen, da Unternehmen angesichts steigender Preise und möglicher Lieferengpässe ihre Lagerbestände erhöhten.
Der Abschwung war zudem breit angelegt: Sowohl Deutschland als auch Frankreich verzeichneten im April einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.
Die Grafik zeigt den Rückgang des PMI von 50,7 im März auf 48,6 im April 2026:

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