Golfstaaten übertreffen globale Nachhaltigkeitsziele deutlich
Maskat, den 18. April /QNA/ Die Staaten des Golfkooperationsrats (GCC) verzeichnen bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) erhebliche Fortschritte und liegen in zentralen Bereichen klar über dem globalen Durchschnitt. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Zentrums der GCC-Staaten.
Gesundheitssysteme mit Spitzenwerten
Im Gesundheitsbereich zeigen sich die größten Abstände: Die Müttersterblichkeit liegt bei 19,9 je 100 000 Geburten – gegenüber einem globalen Ziel von 70. Gleichzeitig erreicht die Kindersterblichkeit unter fünf Jahren lediglich 10,8 je 1 000 Geburten und damit weniger als die Hälfte des weltweiten Durchschnitts (25).
Zugleich erreichen die GCC-Staaten eine vollständige Gesundheitsversorgung: Die Quote der universellen Gesundheitsabdeckung liegt bei 100 Prozent, verglichen mit 68 Prozent weltweit. Gleiches gilt für die Basisimpfungen (100 Prozent gegenüber 84 Prozent global). Mit 33,6 Ärzten je 10 000 Einwohner übertrifft die Region zudem deutlich den weltweiten Schnitt von 18,7 – ein Indikator für die hohe Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme.
Bildung als strategischer Wachstumstreiber
Auch im Bildungsbereich setzen die Golfstaaten Maßstäbe. Die Alphabetisierungsrate erreicht 99,2 Prozent (global: 88 Prozent), während die Einschulungsquote im Vorschulbereich bei nahezu vollständigen 99,8 Prozent liegt – gegenüber 74,4 Prozent weltweit. Flächendeckend ausgestattete Schulen und vollständig qualifizierte Lehrkräfte unterstreichen den systematischen Fokus auf Humankapital als langfristigen Wachstumsmotor.
Infrastruktur: Vollversorgung als Standard
Im Bereich der Basisinfrastruktur haben die GCC-Staaten nahezu Vollabdeckung erreicht. 100 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu sicherem Trinkwasser – global liegt dieser Wert bei 73,7 Prozent. Auch bei Sanitärversorgung und Abwasserbehandlung erreichen mehrere Staaten nahezu vollständige Abdeckung.
Die Stromversorgung ist ebenfalls flächendeckend gesichert: 100 Prozent der Bevölkerung verfügen über Zugang zu Elektrizität, gegenüber 91,7 Prozent weltweit. Parallel dazu gewinnt der Einsatz sauberer Technologien zunehmend an Bedeutung.
Hohe Sicherheitsstandards und stabile Institutionen
Neben wirtschaftlichen und sozialen Indikatoren schneiden die GCC-Staaten auch bei Sicherheitskennzahlen überdurchschnittlich ab. Die Mordrate liegt bei lediglich 0,6 Fällen pro 100 000 Einwohner (weltweit: 5,2). Auch die Zahl der Opfer von Menschenhandel ist mit 5,5 deutlich niedriger als der globale Wert von 38. Hinzu kommt eine nahezu vollständige Geburtenregistrierung, die auf leistungsfähige institutionelle und rechtliche Strukturen hindeutet.
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