UNICEF: Hunderte Kinder im Libanon getötet oder verletzt – Hunderttausende vertrieben
Genf, den 17. April /QNA/ Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat mitgeteilt, dass in den vergangenen 46 Tagen mindestens 172 Kinder im Libanon ums Leben gekommen und weitere 661 verletzt worden sind. Zudem seien mehr als 415 000 Kinder infolge der jüngsten Eskalation aus ihren Häusern vertrieben worden.
In einer heute veröffentlichten Erklärung begrüßte UNICEF die in der vergangenen Nacht verkündete Waffenruhe im Libanon und bezeichnete sie als entscheidende Gelegenheit, Kinder und Familien zu schützen, die in den vergangenen Wochen erhebliches Leid erfahren hätten.
Der Organisation zufolge müsse die Waffenruhe Bestand haben; zugleich erneuerte sie die Forderung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen nach ihrer vollständigen Einhaltung sowie der konsequenten Beachtung des Völkerrechts.
UNICEF machte deutlich, dass Kinder im Libanon mehr brauchen als eine kurze Waffenruhe – sie benötigen echte Perspektiven zur Erholung. Doch angesichts der massiven Zerstörungen von Häusern, Krankenhäusern, Schulen und Infrastruktur sei eine schnelle Besserung kaum möglich, da der Zugang zu grundlegenden Diensten weiter eingeschränkt bleibe.
Die Wiederherstellung von Bildungs-, Gesundheits- und Wasserversorgungssystemen sowie anderer grundlegender Dienstleistungen habe daher höchste Priorität und dulde keinen Aufschub, hieß es in der UNICEF-Erklärung weiter.
UNICEF bekräftigte ferner die Fortsetzung seiner Arbeit in enger Zusammenarbeit mit der libanesischen Regierung und seinen Partnern zur Deckung des akuten humanitären Bedarfs sowie zur Unterstützung der Wiederaufbaubemühungen. Zugleich rief die Organisation Staaten und Geber dazu auf, ihre Unterstützung umgehend zu intensivieren, um Kindern Schutz, Versorgung und die notwendigen Chancen zur Wiederherstellung ihres Lebens und zur Entfaltung ihres vollen Potenzials zu sichern.
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