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Chef des UNESCO-Exekutivrats fordert schnelles Handeln gegen zunehmende globale Krisen

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Paris, den 14. April /QNA/ Seine Exzellenz Dr. Nasser Bin Hamad Al Hinzab, Vorsitzender des Exekutivrats der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, die multilaterale Zusammenarbeit neu zu beleben, die institutionelle Leistungsfähigkeit zu stärken und mit Entschlossenheit Maßnahmen zur Bewältigung der sich zuspitzenden globalen Krisen zu ergreifen.

In seiner Eröffnungsrede zur 224. Tagung des Exekutivrats am Sitz der Organisation in Paris betonte Dr. Al Hinzab, dass die Weltgemeinschaft sich in einem entscheidenden Moment befinde, der von Unsicherheit, Dringlichkeit und tiefgreifenden Umbrüchen geprägt sei. Er fügte dabei hinzu, Angesichts eskalierender Konflikte, der sich verschärfenden Klimakrise, wachsender Ungleichheiten sowie rasanter technologischer Veränderungen sei es unerlässlich, dass die UNESCO widerstandsfähiger, handlungsfähiger und reaktionsschneller agiere.

Der Vorsitzende des Exekutivrats und zugleich Ständige Vertreter des Staates Katar bei der UNESCO äußerte zudem große Besorgnis über die humanitären Kosten der anhaltenden Krisen in verschiedenen Weltregionen, insbesondere über das Leid von Zivilisten und Kindern. Er unterstrich die Notwendigkeit, das Recht auf Bildung auch in Zeiten von Konflikt und Instabilität konsequent zu schützen.

Unter Verweis auf den Globalen Bildungsüberwachungsbericht hob er hervor, dass weltweit noch immer rund 273 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu schulischer Bildung haben. Diese Zahl sei nicht lediglich eine Statistik, sondern ein dringender Appell zum Handeln.

Gleichzeitig bestätigte er, dass der Bildungssektor zu den am stärksten betroffenen Bereichen in Krisenzeiten gehöre, obwohl er eine zentrale Lebensader und ein fundamentales Recht für Millionen von Menschen darstelle. In diesem Zusammenhang verurteilte Al Hinzab entschieden Angriffe auf Schulen und Universitäten und forderte, dass Bildungseinrichtungen Orte des Friedens, der Koexistenz und der Chancen bleiben müssen.

Er appellierte ferner an die Mitgliedstaaten, die UNESCO mit den notwendigen finanziellen, technischen und programmatischen Ressourcen auszustatten, um den aktuellen globalen Herausforderungen wirksam begegnen zu können. Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Information seien, so er weiter, keine Randbereiche, sondern grundlegende Pfeiler für Frieden und nachhaltige Entwicklung.

Darüber hinaus unterstrich der Vorsitzende die Bedeutung einer verbesserten Nachverfolgung der vom Exekutivrat verabschiedeten Beschlüsse und bezeichnete dies als zentralen Faktor für die Glaubwürdigkeit und die institutionelle Leistungsfähigkeit der Organisation.

In diesem Zusammenhang begrüßte Seine Exzellenz die Einsetzung einer offenen Arbeitsgruppe, die im Rahmen der 43. Generalkonferenz eingerichtet wurde, um die Arbeitsmethoden der Leitungsgremien der UNESCO einer Reform zu unterziehen. Die Gruppe, die gemeinsam vom Vorsitzenden des Exekutivrats und dem der Generalkonferenz geleitet wird, hat bereits ihre konstituierende Sitzung unter breiter Beteiligung der Mitgliedstaaten abgehalten und dabei Wege zur Steigerung von Effizienz, Transparenz, Kohärenz und Vertrauen im Governance-System der Organisation erörtert.

Mit Blick auf die Beratungen des Exekutivrats über das Programm und den Haushalt der UNESCO (C/5) erklärte Al Hinzab, dass die Budgetdiskussion die gemeinsamen Prioritäten widerspiegele. Sie bestimme maßgeblich, wie die Organisation auf globale Herausforderungen reagiere, ihre Ressourcen verteile und konkrete Ergebnisse erziele, sagte er weiter. Danach plädierte er für einen ambitionierten, zugleich aber realistischen Haushalt, der transparent gestaltet ist und sich an messbaren Wirkungen orientiert.

Des Weiteren würdigte er die Fortschritte im Rahmen der Reforminitiative „UNESCO80“ und betonte, dass Reformprozesse in greifbare Resultate münden müssten – etwa durch bessere Koordination, eine effizientere Ressourcennutzung sowie eine stärkere Unterstützung der Außenbüros, wo die Wirkung der UNESCO unmittelbar sichtbar werde.

Abschließend hob Dr. Nasser Bin Hamad Al Hinzab die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der UNESCO-Gremien seit seiner Wahl zum Vorsitzenden des Exekutivrats hervor. Gemeinsam mit dem Präsidenten der 43. Generalkonferenz und der Generaldirektorin der Organisation habe sich ein positives und produktives Arbeitsklima herausgebildet. Es gelte nun, diese Dynamik zu bewahren und sicherzustellen, dass die Arbeit der Organisation weiterhin von Vertrauen und einem gemeinsamen Zielverständnis getragen werde.

Die Beratungen der 224. Tagung des UNESCO-Exekutivrats werden in den kommenden Wochen fortgesetzt und konzentrieren sich auf die programmatischen Prioritäten der UNESCO, Fragen der Governance, Reformprozesse sowie zentrale globale Herausforderungen.

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