Spannungen im Nahen Osten treiben Energiepreise in Deutschland nach oben
Berlin, den 13. April /QNA/ Das deutsche Energieunternehmen E.ON erwartet einen langfristigen Anstieg der Strom- und Gaspreise infolge der Auswirkungen der Spannungen im Nahen Osten.
Philipp Thon, Geschäftsführer von E.ON Energie Deutschland, einer Tochtergesellschaft von E.ON, erklärte in seinen Aussagen, dass das Preisniveau, das vor der militärischen Eskalation herrschte, nicht so schnell zurückkehren werde, wie manche erwarten könnten.
Thon wies darauf hin, dass die Energiepreise an den Börsen für eine gewisse Zeit über dem Vorkrisenniveau bleiben werden und verwies zugleich auf einen deutlichen Anstieg der Energiebeschaffungskosten.
Er erläuterte, dass die Preise in diesem Jahr vorübergehend um 75 Prozent für Gas und um 35 Prozent für Strom gestiegen sind. Gleichzeitig verzeichneten die Großhandelsenergiepreise für das kommende Jahr Zuwächse von rund 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom.
Er betonte, dass kurzfristige Schwankungen nicht unmittelbar auf die Tarife der Endkunden übertragen werden können, hob jedoch hervor, dass der allgemeine Preistrend nach oben zeigt.
E.ON ist der größte Energieversorger in Deutschland. Das Unternehmen verfügt über rund 12 Millionen Stromlieferverträge und zwei Millionen Gaslieferverträge. Zudem gilt E.ON über seine Tochtergesellschaften als größter Betreiber von Stromverteilnetzen im Land und hält dabei einen Anteil von etwa einem Drittel der gesamten Netzlänge.
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