Die WHO warnt vor einem drohenden Mangel an lebenswichtigen Gütern im Libanon
New York, den 10. April /QNA/ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem drohenden Mangel an lebenswichtigen Gütern im Libanon gewarnt, solange die Militäroperationen andauern. Sie rief die internationale Gemeinschaft zu dringender finanzieller Unterstützung auf, um die Kontinuität der Gesundheitsversorgung und lebensrettender Hilfe zu gewährleisten.
Dr. Abdel Nasser Abou Bakr, WHO-Repräsentant im Libanon, erklärte gegenüber UN News, dass libanesische Krankenhäuser innerhalb kürzester Zeit einen erheblichen Zustrom von Verletzten verzeichnen mussten. Dies setze die Notfall- und Traumaversorgung angesichts des Mangels an medizinischer Ausrüstung unter enormen Druck.
Er fügte hinzu, dass der Mittwoch von heftigen israelischen Luftangriffen auf mehrere Ziele im Libanon geprägt gewesen sei, und bezeichnete ihn als „einen der tödlichsten Tage” der aktuellen Eskalation.
Der WHO-Repräsentant betonte, dass innerhalb von nur zehn Minuten mehrere Gebiete getroffen wurden, darunter am helllichten Tag und ohne Vorwarnung dicht besiedelte Wohngebiete in der Hauptstadt Beirut, wobei die Bewohner ihrem Alltag nachgingen.
Er wies darauf hin, dass das Gesundheitssystem derzeit überlastet sei und mit einer beispiellosen Anzahl von Patienten mit komplexen Verletzungen konfrontiert sei. Such- und Rettungsteams setzen ihre Einsätze fort und die Gesundheitsbehörden aktualisieren die Opferzahlen fortlaufend. Abu Bakr berichtete zudem von einem Anstieg der Angriffe auf Medizinkräfte seit Jahresbeginn. Diese hätten zu Todesfällen und Verletzungen geführt und den Zugang zu Gesundheitsleistungen, insbesondere für Verwundete und Vertriebene, beeinträchtigt. Er fügte hinzu, dass die WHO eng mit dem Gesundheitsministerium und Partnern im Gesundheitssektor zusammenarbeitet, um technische, finanzielle und materielle Unterstützung zu leisten.
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