Großer Krisen-Gipfel: Katar trifft Golfstaaten, arabische Länder, Türkei, Armenien und EU
Doha, den 09. März /QNA/ Der Staat Katar hat heute per Videokonferenz an einem gemeinsamen Gipfeltreffen teilgenommen, bei dem die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) sowie Vertreter der Arabischen Republik Ägypten, des Haschemitischen Königreichs Jordanien, der Syrischen Arabischen Republik, der Republik Irak, der Libanesischen Republik, der Republik Türkei, der Republik Armenien und der Europäischen Union zusammenkamen.
Angeführt wurde die Delegation des Staates Katar von Seiner Exzellenz dem Ministerpräsidenten und Außenminister, Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die jüngsten militärischen Eskalationen in der Region sowie deren weitreichende Auswirkungen auf Sicherheit und Stabilität – sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene. Darüber hinaus wurden Wege erörtert, die Konfliktparteien zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bewegen und die Krise auf diplomatischem Wege zu lösen.
In seiner Rede auf dem Gipfel verurteilte Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani die iranischen Angriffe auf katarisches Staatsgebiet mit ballistischen Raketen und Drohnen entschieden. Diese stellten, so erklärte er, „eine flagrante Verletzung unserer nationalen Souveränität, einen direkten Angriff auf unsere Sicherheit und territoriale Integrität sowie eine nicht hinnehmbare Eskalation dar, die die Stabilität der Region gefährdet“.
Zugleich würdigte Seine Exzellenz die Rolle der katarischen Streitkräfte, deren entschlossenes und wirksames Vorgehen die fortgesetzten Angriffe abgewehrt und deren Auswirkungen erfolgreich eingedämmt habe. Die Wachsamkeit und Verteidigungsfähigkeit der Streitkräfte hätten maßgeblich dazu beigetragen, die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.
Scheich Mohammed bekräftigte ferner, dass Katar uneingeschränkt bereit sei, seine territoriale Integrität zu verteidigen, seine Bevölkerung zu schützen und die Sicherheit seiner kritischen Infrastruktur zu gewährleisten. „Wir haben volles Vertrauen in die Stärke und Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte und arbeiten weiterhin eng mit unseren Partnern zusammen, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten“, sagte er.
Darüber hinaus erneuerte Seine Exzellenz die entschiedene Verurteilung Katars gegenüber den Angriffen auf das souveräne Staatsgebiet des Königreichs Saudi-Arabien, des Königreichs Bahrain, des Staates Kuwait, des Sultanats Oman, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Haschemitischen Königreichs Jordanien, der Republik Irak, der Libanesischen Republik, der Republik Türkei sowie der Republik Aserbaidschan und der Republik Zypern.
Katar, so Scheich Mohammed weiter, stehe in voller Solidarität mit diesen Staaten und unterstütze sämtliche Maßnahmen, die sie zum Schutz ihrer Souveränität, Sicherheit und Stabilität ergreifen. Zugleich wies er darauf hin, dass solche Angriffe die Prinzipien von Vermittlung und Dialog untergraben, für die insbesondere das Sultanat Oman in der Region stets eingetreten sei.
Der Ministerpräsident Katars würdigte auch die vom Europäischen Union veröffentlichte Erklärung, die die Stärke der Beziehungen zwischen den Staaten des Golf-Kooperationsrates und der Europäischen Union widerspiegelt. Darin wird zu einer Deeskalation aufgerufen und das Engagement der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten für die Wahrung der regionalen Sicherheit und Stabilität – insbesondere der Energiesicherheit – sowie für die Gewährleistung der freien Schifffahrt gemäß den internationalen Vorschriften für den Verkehr von Handels- und Zivilschiffen bekräftigt.
Seine Exzellenz warnte, dass die gegenwärtigen Entwicklungen weit über ein einzelnes Land hinausgingen, die Sicherheit der gesamten Region bedrohten und zugleich erhebliche Risiken für die globalen Energiemärkte sowie für internationale Lieferketten mit sich brächten.
„Katar war stets ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Energieproduzent, der seine Verpflichtungen einhält und ein vertrauenswürdiger Lieferant für seine Partner weltweit ist“, fuhr er fort. „Wir bleiben unseren Kunden und der Stabilität der globalen Energiemärkte uneingeschränkt verpflichtet.“
Angesichts der aktuellen Lage – einschließlich der Angriffe auf Energieanlagen sowie der Herausforderungen für die maritime Navigation im Golf – sehe sich Katar jedoch veranlasst, vorübergehende Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit der Beschäftigten in der Energieinfrastruktur und der daran beteiligten Akteure zu ergreifen, führte Seine Exzellenz aus und ergänzte, diese Schritte seien Ausdruck der Verantwortung zum Schutz von Menschenleben und kritischen Vermögenswerten. Die vollständige Versorgung werde wieder aufgenommen, sobald sich die Lage stabilisiert habe und die Sicherheit der Infrastruktur gewährleistet sei.
Scheich Mohammed wies gleichzeitig darauf hin, dass die Angriffe auf souveränes Staatsgebiet abzielten, Zivilisten gefährdeten und Schäden an ziviler Infrastruktur verursacht hätten. Katar habe bereits seit Beginn des Krieges im Gazastreifen vor den Risiken einer regionalen Eskalation gewarnt und deutlich gemacht, dass ein fortgesetzter Krieg ohne politischen Horizont unweigerlich zu weiteren Spannungen und komplexen regionalen Verflechtungen führen werde.
Des Weiteren betonte Seiner Exzellenz dem Ministerpräsidenten und Außenminister, dass die Sicherung von Stabilität eine gemeinsame Verantwortung darstelle und die Wahrung des Weltfriedens eine kollektive Verpflichtung sei. Katar bekräftige daher sein Engagement, gemeinsam mit regionalen und internationalen Partnern – einschließlich der Europäischen Union – daran zu arbeiten, Spannungen einzudämmen und eine Deeskalation zu erreichen, um Sicherheit und Ruhe in der Region zu gewährleisten.
Zum Abschluss seiner Rede würdigte Seine Exzellenz die europäische Unterstützung für die Golfregion im Bereich der Verteidigung und äußerte die Erwartung, diese Zusammenarbeit künftig weiter zu vertiefen.
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