UN-Sonderkoordinatorin für den Libanon warnt vor Verschärfung der Lage im Land durch israelische Aggression
Beirut, den 07. März /QNA/ Die UN-Sonderkoordinatorin für den Libanon, Jeanine Hennis-Plasschaert, warnte davor, dass die andauernden Militäroperationen keinen dauerhaften Sieg für eine der beiden Seiten garantieren, sondern lediglich Instabilität und Leid verschärfen würden. Sie forderte einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen, Zurückhaltung und ein aufrichtiges Bekenntnis zum Dialog.
In einer heute veröffentlichten Erklärung merkte die UN-Sonderkoordinatorin an, dass sich der Libanon letzte Woche in einer relativ günstigen Lage befunden habe. Die Streitkräfte hätten die staatliche Autorität gefestigt, die Vorbereitungen für die Parlamentswahlen seien weit fortgeschritten und lang erwartete Reformen würden umgesetzt. Ein Weltbankkredit stehe kurz vor dem Start des Wiederaufbauprozesses und die wachsenden Beziehungen zwischen dem Libanon und Syrien eröffneten neue Wege für die bilaterale Zusammenarbeit. Trotz anhaltender Luftangriffe, interner politischer Spaltungen und institutioneller Blockaden habe das Land einige Fortschritte erzielt, die jedoch abrupt gestoppt wurden, als der Libanon „in den frühen Morgenstunden des vergangenen Montags erneut in Chaos und Gewalt stürzte“.
Die UN-Vertreterin betonte, dass sich die Lage weiter zu verschärfen drohe, und unterstrich die dringende Notwendigkeit eines sofortigen Waffenstillstands. „Die Wahl ist klar: Entweder wir setzen unseren Weg des Todes und der Zerstörung fort, oder wir üben Zurückhaltung und treten in den Dialog. Dauerhafte Lösungen sind möglich und in greifbarer Nähe“, sagte sie. Das libanesische Gesundheitsministerium hatte zuvor am selben Tag bekannt gegeben, dass die Zahl der Todesopfer durch den israelischen Angriff auf den Libanon, der am Montagmorgen begann, auf 294 gestiegen sei, wobei 1.023 Menschen verletzt wurden.
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