Amtierender Leiter der Allgemeinen Zivilluftfahrtbehörde zu QNA: Flugverkehr unter vollständiger operativer Kontrolle
Doha, den 23. März /QNA/ Der amtierende Leiter der Allgemeinen Zivilluftfahrtbehörde Katars, Dr. Mohammed bin Faleh Al Hajri, hat betont, dass der zivile Luftverkehr des Landes weiterhin unter vollständiger operativer Kontrolle steht und gemäß höchsten internationalen Sicherheits- und Effizienzstandards betrieben wird – trotz der jüngsten regionalen Entwicklungen.
Dr. Al Hajri führte in einem Gespräch mit der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) aus, dass der Umgang mit den jüngsten Entwicklungen auf einem abgestuften, risikobasierten Ansatz beruhe. Zu Beginn der Krise sei der Luftraum vorsorglich geschlossen worden, bevor man zu einer teilweisen Wiederöffnung über klar definierte Luftkorridore unter strenger Überwachung und in enger Abstimmung mit den Streitkräften übergegangen sei.
Ziel dieses Vorgehens sei es, ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung wesentlicher Betriebsabläufe und der Gewährleistung höchster Flugsicherheitsstandards sicherzustellen.
Des Weiteren wies Al Hajri darauf hin, dass die iranischen Angriffe die operative Umgebung der Luftfahrt unmittelbar beeinträchtigt hätten. Die Risikolage habe sich insbesondere durch Bedrohungen durch Drohnen und Raketen sowie durch mögliche Trümmerteile infolge von Abfangmaßnahmen erheblich verschärft, was umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht habe.
In der aktuellen Phase, so der amtierende Leiter der Allgemeinen Zivilluftfahrtbehörde, sei der Flugbetrieb zunächst auf ein begrenztes Maß reduziert worden, wobei der Fokus auf Evakuierungsflügen und Luftfracht lag. Parallel dazu werde der Luftverkehr schrittweise ausgeweitet, um die Kontinuität grundlegender Dienstleistungen und Lieferketten sicherzustellen. Zugleich hätten die Luftfahrtbehörde und Qatar Airways koordinierte Maßnahmen ergriffen, um gestrandete Passagiere zu befördern und die Versorgung des Landes mit essenziellen Gütern zu gewährleisten.
Ferner fuhr er fort, bei der Flugsicherheit setzten die Behörden auf ein proaktives Vorgehen. Dazu gehörten die Überarbeitung von Notfallplänen, die Steuerung des Luftverkehrs in Krisensituationen und der Ausbau von Wartungskapazitäten. Auch Flugzeuge im Ausland wurden über internationale Wartungsstationen unterstützt, so Dr. Al Hajri weiter.
Er fügte hinzu, am Flughafen selbst wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, etwa das Umpositionieren von Flugzeugen und Einsatzfahrzeugen sowie die gezielte Verlegung von Passagieren in sichere Bereiche, wenn nötig.
Er erklärte, im Bereich der Luftsicherheit seien die Maßnahmen deutlich verschärft worden. Kontrollen und Patrouillen seien ausgeweitet und kontinuierliche Kommunikationskanäle eingerichtet worden. Gleichzeitig arbeite man eng mit internationalen Organisationen und Nachbarstaaten zusammen, um Risiken zu bewerten und Informationen auszutauschen.
Auch Notfallpläne für Feuerwehr- und Rettungseinsätze seien aktiviert worden, um im Ernstfall schnell reagieren zu können, sagte er.
Al Hajri unterstrich abschließend, dass das Risikomanagement auf einem integrierten System beruhe, das unter anderem die Festlegung sicherer Luftkorridore, die Einführung von Vorabgenehmigungen für Flüge sowie die Optimierung von Treibstoffstrategien und Ausweichflughäfen umfasst. Die kontinuierliche Abstimmung zwischen zivilen und militärischen Stellen bilde dabei einen zentralen Pfeiler.
Die Sicherheit und der Schutz des zivilen Luftverkehrs hätten oberste Priorität, betonte er. Zugleich hob er hervor, dass die ergriffenen Maßnahmen die Fähigkeit Katars unterstrichen, auch unter außergewöhnlichen Bedingungen Krisen professionell zu bewältigen und die eigene Resilienz gegenüber künftigen Herausforderungen weiter zu stärken.
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