Chef der französisch-katarischen Parlamentariergruppe lobt Katar: „Vorbild für Diplomatie bei Konflikten“
Paris, den 17. März /QNA/ Herr Laurent Mazaury, Vorsitzender der französisch-katarischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe in der französischen Nationalversammlung, hat die iranischen Angriffe auf Katar sowie auf die Golfregion mit Nachdruck verurteilt. Versuche, Staaten der Region in den Konflikt hineinzuziehen, wertete er als gravierenden Verstoß gegen humanitäre Prinzipien und das Völkerrecht..
Mazaury betonte, Katar habe trotz der Angriffe bewusst auf eine Eskalation verzichtet und sich nicht in den Konflikt hineinziehen lassen. Stattdessen halte das Land konsequent an seinem diplomatischen Ansatz sowie an seiner Rolle als Vermittler fest, was ein verantwortungsvolles Modell im Umgang mit regionalen Krisen darstelle.
In einer Erklärung gegenüber der Katarischen Nachrichtenagentur (QNA) hob Mazaury, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses der Französischen Nationalversammlung, die strategische Bedeutung der Beziehungen zwischen Frankreich und Katar hervor. Die aktuellen Entwicklungen in der Region seien Teil eines komplexen Gefüges, so Mazaury. Auch der Ausstieg der US-Regierung aus dem Atomabkommen habe die Spannungen weiter verschärft.
Er stellte klar, Katar sei kein Akteur dieses Konflikts; jeder Versuch, das Land hineinzuziehen, verstoße gegen grundlegende Prinzipien des Völkerrechts. Die Angriffe beeinträchtigten nicht nur die Souveränität, Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität Katars, sondern unterminierten zugleich die Glaubwürdigkeit jener diplomatischen Vermittlungsbemühungen, wie sie unter anderem von Katar und dem Sultanat Oman getragen werden.
Ferner betonte Laurent Mazaury die zentrale Bedeutung der parlamentarischen Diplomatie, die durch fortlaufende Kontakte zwischen Abgeordneten einen unmittelbaren und offenen Dialog zwischen Staaten ermögliche.
Laurent Mazaury führte aus, “die engen Beziehungen zwischen Paris und Doha verankern die Rolle Katars als verlässlicher Partner in Vermittlungsprozessen”. Als Beleg verwies er auf den Erfolg bei der Herbeiführung eines Waffenstillstands zwischen der Hamas und Israel.
Gleichzeitig appellierte er an Katar sowie an andere Staaten mit Vermittlungsanspruch, an diesem Ansatz festzuhalten und sich nicht in den Konflikt hineinziehen zu lassen, um ihre Verhandlungsfähigkeit zu bewahren.
Außerdem sagte er, dass Katar mit diesem Kurs nicht nur seine internationale Rolle festige, sondern auch die europäischen Interessen diene.
Er ergänzte, Frankreich habe seine Marine nur zur Selbstverteidigung entsandt und halte sich ans Völkerrecht.
Zum Schluss warnte er vor den wirtschaftlichen und politischen Folgen des Kriegs – etwa steigenden Energiepreisen und Störungen im Welthandel – und betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit, um die Lage zu stabilisieren.
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