Katar fordert klares Ende iranischer Angriffe – Außenministeriumssprecher und Berater des Ministerpräsidenten: „Die Lösung ist einfach: Die Angriffe müssen aufhören“
Doha, den 16. März /QNA/ Seine Exzellenz der Sprecher des katarischen Außenministeriums und Berater des Ministerpräsidenten, Dr. Majed bin Mohammed Al Ansari, erklärte, die Beendigung der iranischen Angriffe auf Staaten der Region bedürfe weder Untersuchungskommissionen noch gemeinsamer Arbeitsgruppen. Erforderlich sei vielmehr eine eindeutige Entscheidung der angreifenden Seite, ihre Angriffe auf Staaten einzustellen, die ihrerseits keine Angriffe gegen sie gerichtet hätten.
In einer Stellungnahme zu den Äußerungen des iranischen Außenministers Abbas Araghchi erklärte Dr. Majed bin Mohammed Al-Ansari, die Sachlage sei „äußerst einfach“: Entscheidend sei, die Angriffe auf Staaten einzustellen, die ihrerseits den Iran nicht angegriffen hätten.
Katar habe sich – ebenso wie andere Staaten der Region – von Beginn an von diesem Konflikt und der Eskalation distanziert.
Bei der wöchentlichen Pressekonferenz des Außenministeriums von Katar sagte Dr. Majed bin Mohammed Al Ansari, dass die Angriffe auf Katar weitergingen. Am Sonntag sei das Land von fünf Drohnen angegriffen worden. Katar werde sich weiterhin verteidigen und behalte sich eine Reaktion auf die Angriffe vor.
Er führte weiter aus, dass die iranischen Angriffe in jüngster Zeit zivile und strategisch bedeutsame Einrichtungen in Katar getroffen hätten, darunter Wohngebiete sowie Anlagen in Ras Laffan und Mesaieed sowie den internationalen Hamad-Flughafen (HIA). Darüber hinaus seien über inoffizielle iranische Medien Drohungen verbreitet worden, die sich gegen bestimmte Wohngebiete innerhalb Katars richteten.
Der Sprecher des Außenministeriums von Katar erläuterte zudem, dass die teilweise Evakuierung von Bereichen in Doha am vergangenen Samstag im Zusammenhang mit dem Abschuss einer iranischen Rakete gestanden habe, die auf einen Wohnkomplex abgefeuert worden sei. Das Geschoss sei erfolgreich abgefangen worden.
Nach diesem Abfangmanöver, so er weiter, hätten die zuständigen Behörden umgehend sämtliche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit von Bürgern und Einwohnern Katars zu gewährleisten. Gleichzeitig machte Dr. Al Ansari deutlich, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen im Land weiterhin andauerten.
Der Sprecher hob die Leistungen der Streitkräfte Katars hervor und unterstrich, dass die katarischen Soldaten ein hohes Maß an Professionalität sowie die Fähigkeit zur Bewältigung vielfältiger Herausforderungen unter Beweis gestellt hätten.
Er ergänzte, die Streitkräfte hätten einen sehr hohen Grad an Einsatzbereitschaft und operativer Vorbereitung erreicht und zugleich eine wirksame Abschreckung erzielt, die das Land vor erheblichen Schäden infolge der Angriffe bewahrt habe. Die Abwehrquote iranischer Angriffe liege bei über 90 Prozent.
Mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen erklärte Al Ansari, dass die jüngsten Gespräche mit der Arabischen Republik Ägypten der allgemeinen Abstimmung zwischen beiden Ländern sowie der breiteren arabischen Koordinierung angesichts der aktuellen regionalen Entwicklungen gedient hätten.
Darüber hinaus stünden die Verantwortlichen der Staaten des Golf-Kooperationsrates nahezu täglich auf verschiedenen Ebenen in engem Kontakt – sowohl zwischen den Staats- und Regierungschefs als auch zwischen den Außenministern, sagte Seine Exzellenz und fügte hinzu, die Golfstaaten sprächen derzeit mit einer gemeinsamen Stimme gegenüber der internationalen Gemeinschaft, indem sie die iranischen Angriffe entschieden zurückwiesen und gleichzeitig zu einer Deeskalation aufriefen.
Dieses geschlossene regionale Auftreten zeige sich auch in der Kommunikation mit internationalen Partnern, darunter den Vereinigten Staaten und europäischen Staaten, bestätigte er ferner. Ziel sei es, die regionale Sicherheit zu stärken und die Stabilität im Nahen Osten zu gewährleisten.
Abschließend betonte Al Ansari, dass die Golfdiplomatie in dieser Phase äußerst aktiv sei und intensiv daran arbeite, die Spannungen abzubauen und diplomatische Lösungen für die Krise zu finden. Diese Bemühungen bedeuteten jedoch keineswegs, iranische Angriffe zu akzeptieren oder zu tolerieren. Vielmehr gingen sie mit enger sicherheitspolitischer Koordinierung und klaren Botschaften an die internationale Gemeinschaft über die Gefährlichkeit dieser Angriffe einher.
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