Die UNO: Zur Unterstützung von rund 800.000 Binnenvertriebenen im Libanon werden 308 Mio. USD benötigt
Beirut, den 14. März /QNA/ Die Vereinten Nationen riefen gestern die Geberländer dazu auf, 308 Millionen US-Dollar für die rund 800.000 aus dem Libanon vertriebenen Menschen bereitzustellen. Sie mussten aufgrund des Krieges mit Israel fliehen. In der libanesischen Hauptstadt Beirut startete UN-Generalsekretär António Guterres einen dringenden Hilfsappell für den Libanon und erklärte: „Solidarität muss von konkreten Maßnahmen begleitet werden.“ Internationale humanitäre Organisationen schätzen, dass die Folgen des Krieges fast ein Siebtel der libanesischen Bevölkerung vertrieben haben, insbesondere im Süden des Landes und in den südlichen Vororten Beiruts. Carl Skau, stellvertretender Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, erklärte in diesem Zusammenhang, dass sich die Kampagne an Vertriebene richte, die am Rande des Hungertods stünden oder bereits darunter litten. Er betonte: „Es gibt keinen Spielraum mehr: Mit steigendem Bedarf müssen auch die Ressourcen steigen und dürfen unter keinen Umständen gekürzt werden.“ Er bestätigte den Finanzierungsengpass, mit dem humanitäre Organisationen in globalen Krisen konfrontiert sind. Dieser schränkt ihre Hilfsbemühungen ein, wie es beispielsweise im Libanon der Fall ist, der bereits schwer von der Wirtschaftskrise 2019, der Explosion im Hafen von Beirut 2020 und dem Krieg 2024 betroffen ist. Zudem äußerte er die Besorgnis des Programms, dass Geberländer aufgrund des starken Anstiegs der globalen Energiepreise infolge des Krieges im Nahen Osten mit weiteren Budgetengpässen konfrontiert sein werden.
Der UN-Vertreter betonte, dass die aktuelle Eskalation der Kämpfe die ohnehin schon angespannte Finanzlage weiter verschärft. Er merkte an, dass die Organisation bereits einen Rückgang sowohl der Anzahl als auch des Wertes der Spenden verzeichnet habe.
Er fügte hinzu, dass die derzeit für Notsituationen bereitgestellten Mittel ohne neue Finanzmittel „in etwa zwei Wochen aufgebraucht sein werden“. Er erinnerte daran, dass der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
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