Zweiter „Doha-Dialog“ zur Arbeitskräftemobilität zwischen GCC und Afrika in Tansania
Doha, den 01. Oktober /QNA/ Das Arbeitsministerium hat angekündigt, die zweite Auflage des Doha-Dialogs über Arbeitskräftemobilität am 5. und 6. Oktober in Tansania auszurichten. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Vom Bekenntnis zum Handeln: Für eine faire und nachhaltige Arbeitskräftemobilität zwischen Afrika und den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC+)“ und fügt sich in Katars Bestrebungen ein, den internationalen Dialog über grenzüberschreitende Arbeitskräftemobilität zu intensivieren und die hierfür bestehenden Kooperations- und Partnerschaftsstrukturen weiterzuentwickeln.
Wie das Ministerium in einer Mitteilung erklärte, werden Vertreter aus mehr als 33 Staaten erwartet, darunter die Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrates sowie mehrere afrikanische und arabische Länder. An den Beratungen sollen neben Arbeitsministern auch Vertreter der Kommission der Afrikanischen Union, des Exekutivbüros des Rates der Arbeits- und Sozialminister der GCC-Staaten sowie internationaler und regionaler Organisationen teilnehmen. Ergänzt wird der Teilnehmerkreis durch Fachleute und Wissenschaftler, die unterschiedliche Perspektiven in die Beratungen einbringen werden.
Dem Doha-Dialog liegt eine Vereinbarung zwischen Katar und der Afrikanischen Union zugrunde. Ziel ist es, eine gemeinsame Grundlage für einen kontinuierlichen Austausch zu schaffen und zugleich einen wirksamen Konsultationsmechanismus zwischen den GCC-Staaten, mehreren arabischen Ländern und den afrikanischen Herkunftsstaaten von Arbeitskräften zu etablieren.
Über den bloßen Erfahrungsaustausch hinaus soll das Format dazu beitragen, bewährte Verfahren stärker nutzbar zu machen, die regionale Zusammenarbeit voranzubringen und Partnerschaften zur Verbesserung der Anwerbung von Arbeitskräften aus afrikanischen Staaten auszubauen. Zugleich soll der Grundsatz einer fairen Mobilität zwischen den Regionen gestärkt werden.
Hierfür ist der Dialog als gemeinsame, dauerhafte und nicht bindende, von den beteiligten Staaten getragene Plattform angelegt, in deren Arbeit zugleich die einschlägigen Organisationen eingebunden werden. Auf diese Weise sollen Herkunfts- und Zielländer ihre jeweiligen Erfahrungen zusammenführen und gemeinsame Lösungsansätze für eine gerechtere und nachhaltigere Gestaltung der Arbeitskräftemobilität entwickeln können.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Verankerung menschenrechtsbasierter Schutzmechanismen für afrikanische Arbeitskräfte in den GCC-Staaten und weiteren arabischen Ländern. Dabei geht es insbesondere darum, sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an den jeweiligen Arbeitsstätten konsequent zu berücksichtigen.
Katar hatte die erste Ausgabe des Doha-Dialogs über Arbeitskräftemobilität 2024 ins Leben gerufen. Bereits damals stand das Bestreben im Vordergrund, internationale bewährte Verfahren stärker zur Geltung zu bringen, die regionale Kooperation zu vertiefen und Partnerschaften auszubauen, mit denen die Anwerbung von Arbeitskräften aus afrikanischen Staaten verbessert werden kann.
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