Die Frauen von Gaza: Trotz der Angriffe Initiativen ergreifen
Gaza, den 23. August /QNA/ Die anhaltenden israelischen Angriffe auf den Gazastreifen seit mehr als zehn Monaten haben das Leben der palästinensischen Frauen stark beeinflusst. Diejenigen sind in doppeltes und komplexes Leid geraten. Trotzdem haben sie sich entschlossen, Initiativen zu ergreifen, um die Auswirkungen der Angriffe auf die Bevölkerung des Gazastreifens zu mildern.
In einem der Notunterkünfte im Viertel “Tuffah” im Osten der Stadt Gaza, im nördlichen Teil des Gazastreifens, bietet die Bürgerin Afnan Bakron zusammen mit ihren zwei Töchtern verschiedene Kursmöglichkeiten an, um den vertriebenen Schülern zu helfen.
Afnan, die einen Master-Abschluss an der Islamischen Universität in Gaza hat, erzählt 'Wafa', dass sie ein halbes Klassenzimmer in einer Notunterkunft für sich nutzt und die Schüler in Gruppen unterrichtet. Sie unterrichtet Englisch und Mathematik, aber ihrer Tochter Hebräisch und ihrer anderen Tochter Computer ermöglicht.
Durch die Angriffe wurden schätzungsweise 85 % der Bevölkerung des Gazastreifens, rund 1,93 Mio. Menschen, gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) berichtet, dass mehr als 625.000 Kinder in Gaza seit mehr als zehn Monaten nicht mehr zur Schule gehen konnten, die Hälfte von ihnen besuchte vor den Angriffen UNRWA-Schulen. Darüber hinaus hat der Angriff 39.000 Schüler daran gehindert, ihre Abiturprüfungen für das Schuljahr 2023-2024 abzulegen, und Dutzende Schulen, Instituten und Universitäten wurden ganz oder teilweise zerstört. Im Notzelt: Die Kinderärztin und Stillberaterin Lubna Al-Azayza arbeitete früher im Kamal Adwan Krankenhaus und in ihrer eigenen Praxis, bevor Haus und Praxis von den Besatzungstruppen in der Stadt Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens bombardiert wurden. Al-Azayza erklärt, dass sie aufgrund der Zerstörung des Gesundheitssektors durch die Angriffe, der zunehmenden Probleme mit Neugeborenen und der Überfüllung der Krankenhäuser beschlossen habe, ein medizinisches Zelt zwischen den Flüchtlingszelten in Deir al-Balah aufzustellen. In diesem Zelt bietet sie medizinische Versorgung für Neugeborene an, führt kostenlose Untersuchungen durch und bietet Pflegeleistungen wie das Verbinden von Wunden und das Entfernen von Stichen an.
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