QNB: Trotz Belastungen…US-Wirtschaft noch widerstandsfähig bleibt
Doha, den 08. August /QNA/ “Qatar National Bank" (QNB) bewertet die US-Wirtschaft trotz aktueller innen- und außenpolitischer Belastungen weiterhin als widerstandsfähig. Zwar hat sich der Arbeitsmarkt abgeschwächt, doch die Bank sieht darin keine umfassende Schwäche, sondern eine Normalisierung hin zu ausgewogenen Bedingungen. Das Lohnwachstum und die Stabilität des Arbeitsmarktes stützten weiterhin die Kaufkraft der Haushalte.
In ihrem Wochenbericht verweist die QNB auf die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran, die zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise geführt habe. Dies habe das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern belastet bzw. neue Inflationen sowie Wachstumsrisiken ausgelöst. Die Robustheit des Arbeitsmarktes sei daher entscheidend, um diese Belastungen abzufedern.
QNB nennt drei Faktoren für die Widerstandskraft des Arbeitsmarktes:
- Nachfrage nach Arbeitskräften: Die Zahl offener Stellen hat sich von zwei pro Arbeitslosen (Anfang 2022) auf etwa eine pro Arbeitslosen reduziert – ein Niveau, das dem Durchschnitt vor der Pandemie entspricht.
- Lohnwachstum: Die nominalen Lohnzuwächse übersteigen weiterhin die Inflation, sodass die Reallöhne im vergangenen Jahr gestiegen sind und die Kaufkraft der Haushalte stützen.
- Beschäftigungssicherheit: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Entlassungsraten bleiben niedrig, was auf eine anhaltende Stabilität am Arbeitsmarkt hinweist.
QNB hebt zudem hervor, dass der rasche Einsatz Künstlicher Intelligenz die Beschäftigungsstrukturen verändere – besonders in Bereichen mit routinemäßigen Wissensaufgaben wie Verwaltung, Kundenservice und Softwareentwicklung. Gleichzeitig wachse die Nachfrage nach Fachkräften mit KI-Kompetenzen. Bislang gebe es jedoch keine Anzeichen, dass KI die Beschäftigung insgesamt schwäche; die Arbeitslosenquote bleibe nahe dem Vollbeschäftigungsniveau.
Die Bank kommt zu dem Schluss, dass die jüngste Abschwächung am US-Arbeitsmarkt eine Normalisierung darstellt – keine Krise. Die Kombination aus stabiler Nachfrage nach Arbeitskräften und wachsender Kaufkraft stärke den Konsum, der rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, und erhöhe die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft gegenüber aktuellen Herausforderungen.
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