Neuer wissenschaftlicher Durchbruch verspricht verbesserte Früherkennung von Alzheimer
Washington, den 08. August /QNA/ Ein Forschungsteam der “New York University” hat einen bedeutenden Durchbruch im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit erzielt. Es konnte gezeigt werden, dass ein einfacher Bluttest frühe Anzeichen der Erkrankung Jahre vor dem Auftreten offensichtlicher klinischer Symptome einer Demenz aufdecken kann.
Professor Dr. Allal Boutajangout, Neurologe und Neurowissenschaftler an der “New York University School of Medicine” und Co-Direktor des Zentrums für Kognition sowie der Biomarker-Plattform, erklärte, dass dieser Ansatz auf der Analyse von Biomarkern im Blutplasma beruht, darunter Amyloid-Beta- und Tau-Proteine sowie verschiedene Entzündungsmarker. Die Forscher untersuchten drei Patientengruppen: Personen ohne kognitive Beeinträchtigung, Personen mit subjektiven kognitiven Beeinträchtigungen (erlebte, aber klinisch nicht nachweisbare Gedächtnisprobleme) und Personen mit manifesten kognitiven Defiziten.
Die Ergebnisse zeigten eine starke Korrelation zwischen diesen Blutbiomarkern und Amyloid- und Tau-Ablagerungen im Gehirn, die mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) beobachtet wurden, sowie mit anderen biologischen Markern. Die Studie ermöglichte es, die verschiedenen Phasen des Krankheitsverlaufs präzise zu unterscheiden.
Professor Boutajangout erklärte, dass diese Biomarker die frühesten Stadien der Erkrankung acht bis zehn Jahre vor dem Auftreten der Hauptsymptome erkennen können – einer Phase, in der sich Hirnläsionen bilden, die jedoch für herkömmliche Diagnosemethoden unsichtbar bleiben. Er beschrieb diese frühe Diagnosemöglichkeit als einen wesentlichen Schritt hin zu präventiver und personalisierter Medizin, der ein Eingreifen ermöglicht, bevor sich eine manifeste Demenz entwickelt.
Er erläuterte, dass die Integration dieser Bluttests in Screening-Programme die frühzeitige Identifizierung von Risikopersonen, die Verschreibung zugelassener Therapien in jedem Krankheitsstadium zur Verlangsamung des Symptomfortschritts und den Ausschluss anderer behandelbarer Ursachen kognitiver Beeinträchtigungen ermöglichen könnte. Die regelmäßige Überprüfung dieser Biomarker würde zudem die Patientenüberwachung erleichtern.
Der Forscher fügte hinzu, dass sein Team auch an der Identifizierung von Biomarkern für andere neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson, frontotemporale Demenz (FTD), schwere traumatische Hirnverletzungen, Schlaganfall, Autismus und amyotrophe Lateralsklerose (ALS) arbeitet
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