IEA: Erneuerbare Energien gewinnen weltweit strategische Bedeutung
Paris, den 06. November /QNA/ Während die Welt mit tiefgreifenden Veränderungen auf den Energiemärkten konfrontiert ist, gewinnen erneuerbare Energien zunehmend eine sicherheitspolitische Dimension. Zu diesem Ergebnis gelangt die Internationale Energieagentur in ihrem aktuellen Bericht „Erneuerbare Energien 2026“.
Dem Bericht zufolge werden insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer den Ausbau ihrer erneuerbaren Energiequellen erheblich beschleunigen. An der Spitze dieser Entwicklung steht die Solarenergie, die dank sinkender Kosten und hoher Flexibilität immer attraktiver wird.
Fatih Birol erklärte, erneuerbare Energien stellten inzwischen etwa ein Drittel der globalen Stromproduktion. In den kommenden Jahren werde sich dieser Anteil voraussichtlich weiter erhöhen und sich der Hälfte der weltweiten Stromerzeugung annähern.
Bemerkenswert ist nach Einschätzung der Agentur vor allem der politische Wandel: Standen früher ökologische Ziele im Mittelpunkt, bestimmen heute Erwägungen der Energiesicherheit maßgeblich die Entscheidungen vieler Regierungen.
In Indien, Südostasien, Afrika und dem Nahen Osten, so der IEA-Bericht weiter, habe dies zu einer deutlichen Intensivierung staatlicher Fördermaßnahmen geführt. Ursächlich seien unter anderem die außergewöhnlichen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar.
Mit steigenden Brennstoffkosten und einer teilweise unsicheren Stromversorgung wächst zugleich die Nachfrage nach dezentralen Photovoltaiksystemen. Vor allem Haushalte und kleinere Unternehmen entscheiden sich zunehmend für Solarlösungen auf ihren Dächern.
Bis 2031 dürfte die weltweit installierte Leistung erneuerbarer Energien nach Prognosen der Agentur um rund 4.800 Gigawatt steigen und damit die Zuwächse der vorangegangenen sechs Jahre deutlich übertreffen.
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