Weltinvestitionsforum kehrt nach Doha zurück
Doha, den 05. Oktober /QNA/ Vierzehn Jahre nach der dritten Ausgabe richtet Katar gemeinsam mit der UNCTAD erneut das Weltinvestitionsforum aus. Auf dem Programm: künstliche Intelligenz, Energie, kritische Mineralien – und die Zukunft der Investitionen am Arabischen Golf.
Doha wird vom 25. bis zum 27. Oktober Schauplatz der neunten Ausgabe des Weltinvestitionsforums sein, das der Staat Katar und die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in Partnerschaft ausrichten und das unter einem Titel steht, der zugleich Programm ist: „In die Zukunft investieren“.
Wer dort zusammenkommen wird, gab das Ministerium für Handel und Industrie am heutigen Montag bekannt: hochrangige Teilnehmer aus aller Welt, Minister und ranghohe Regierungsvertreter ebenso wie Vorstandsvorsitzende, Wirtschaftsführer und Investoren, überdies Vertreter von Staatsfonds, internationalen Organisationen, Investitionsbehörden, Finanz- und Entwicklungsinstitutionen und nicht zuletzt Unternehmer.
Dass es dem Forum als offizieller Partner zur Seite steht, entspreche seinem Auftrag, führte das Ministerium aus – einem Auftrag, der darin bestehe, die wirtschaftliche Diversifizierung zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Wirtschaft zu erhöhen, das Geschäfts- und Investitionsumfeld zu verbessern und das Wachstum des Privatsektors zu fördern. „Angestrebt wird zudem, hochwertige Investitionen anzuziehen und die Partnerschaften mit der Geschäftswelt und mit internationalen Institutionen auszuweiten“, hieß es weiter, wodurch sich Katars Stellung als regionales wie globales Zentrum für Wirtschaft und Investitionen weiter festige.
Den Angaben des Ministeriums zufolge wird das Forum der Frage nachgehen, wie wirtschaftliche Fragmentierung und technologischer Fortschritt auf Kapitalströme und Investitionsentscheidungen wirken, und es wird darüber hinaus nach Wegen suchen, den Nutzen von Investitionen zu maximieren und ihren Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit zu optimieren.
Mehr als 70 hochrangige Sitzungen und Dialoge mit 211 Rednern verzeichnet das Programm, gegliedert in sieben Themenstränge, die sich jenen Sektoren und Fragen widmen, welche die Zukunft des weltweiten Investierens prägen: an erster Stelle der künstlichen Intelligenz, den kritischen Mineralien, der Energie, der Infrastruktur, der nachhaltigen Finanzierung, dem Tourismus und der Kultur, sodann den neu entstehenden Investitionsmöglichkeiten, zu denen die Weltraumwirtschaft zählt.
Das Programm sieht außerdem hochrangige Plenarsitzungen, ministerielle Rundtischgespräche und Dialoge vor, in denen Regierungen, Investoren und Wirtschaftsführer einander begegnen; es schließt den Globalen Dialog über nachhaltige Börsen ebenso ein wie die Weltkonferenz für Investitionsförderung und Fachsitzungen, die der Investitionspolitik, dem Unternehmertum, der Finanzierung und der Entwicklung gelten.
Zu den Höhepunkten der Agenda gehört eine hochrangige Sitzung, die in Zusammenarbeit mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC) stattfindet und der „Zukunft der Investitionen in der Golfregion“ gilt. Minister und Investitionsverantwortliche aus den GCC-Staaten werden dort erörtern, welche Investitionsmöglichkeiten vielversprechend sind, mit welchen Maßnahmen und Initiativen sich Investitionen gewinnen lassen, welche Aussichten eine vertiefte wirtschaftliche Integration am Golf hat und welche Rolle der Region zukommt, wenn sie ihre Stellung als globales Investitionszentrum festigt.
Das Forum fällt in eine Zeit, in der die jüngsten regionalen Entwicklungen rasch auf den Welthandel durchschlagen, zumal die Störungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Sie haben die Energieströme und den Schiffsverkehr in Mitleidenschaft gezogen, die Transport- und Versicherungskosten steigen lassen und den Druck auf Lieferketten wie auf internationale Märkte erhöht – und sie haben damit die Frage nach der Sicherheit der Handelswege und nach der Kontinuität der Waren- und Energieversorgung wieder in den Vordergrund gerückt.
Ebenso führen sie vor Augen, welches Gewicht der Diversifizierung von Versorgungswegen und Handelszielen zukommt und wie sehr es einer verstärkten internationalen Abstimmung und Zusammenarbeit bedarf, sollen die Folgewirkungen regionaler Störungen auf Welthandel und Weltwirtschaft gemildert werden; es sind dies Fragen, die umso bedeutsamer werden, je mehr die Herausforderungen und Risiken für das internationale Wirtschaftsgefüge wachsen.
Von besonderer Bedeutung ist die Ausrichtung der neunten Ausgabe in Doha, kehrt das Weltinvestitionsforum doch 14 Jahre, nachdem Katar 2012 die dritte Ausgabe beherbergt hatte, in das Land zurück. Damals fiel es mit der 13. Tagung der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung zusammen – jener Tagung, mit der die Konferenz erstmals in einem arabischen Land zusammentrat.
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