Katarisch-deutsches Wirtschaftstreffen zu Handel und Investitionen
Doha, den 31. August /QNA/ Seine Exzellenz der Vorsitzende der katarischen Handelskammer, Scheich Khalifa bin Jassim Al Thani, hat Deutschland als „wichtigen und wertvollen Partner“ Katars bezeichnet. Deutsche Unternehmen hätten, so betonte er, eine Schlüsselrolle bei der industriellen Entwicklung und technologischen Modernisierung des Landes gespielt.
Anlass war das katarisch-deutsche Wirtschaftsforum, das am heutigen Sonntag in Doha stattfand. Daran nahmen neben katarischen Unternehmern auch Vertreter der Deutsch-Nahost-Gesellschaft (NUMOV) sowie der Vorstandschef der TÜV-NORD-Gruppe, Silvio Konrad, teil.
Laut Scheich Khalifa will Katar den bilateralen Handel weiter ausbauen und Investitionen mit Deutschland in allen Bereichen erweitern. Er erinnerte daran, dass Katar mit einem Investitionsvolumen von mehr als 25 Milliarden Euro zu den größten ausländischen Investoren in Deutschland zählt – unter anderem in der Automobilindustrie, Telekommunikation, Hotellerie und im Bankensektor. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern habe im vergangenen Jahr die Marke von sechs Milliarden QAR überschritten, sagte Seine Exzellenz weiter.
Katar verfolge, so der Kammerpräsident, im Einklang mit der „Nationalen Vision 2030“ das Ziel, eine diversifizierte, wissensbasierte und innovationsorientierte Wirtschaft aufzubauen. Der Privatsektor, fuhr er fort, spiele dabei eine Schlüsselrolle als „Hauptmotor“ der Transformation. Seine Exzellenz ergänzte: „Dank der politischen Weichenstellungen von Seiner Hoheit der Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, verfüge Katar heute über eine attraktive Investitionsumgebung mit moderner Infrastruktur, Industrieflächen und leistungsfähigen Verkehrssystemen”.
Als vielversprechende Felder für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Doha und Berlin nannte Scheich Khalifa die Bereiche erneuerbare Energien, nachhaltige Infrastruktur, Logistik, Bildung, digitale Technologien sowie die pharmazeutische Industrie.
Auch TÜV-Nord-Chef Silvio Konrad hob hervor, dass Deutschland seit Langem enge und belastbare Kooperationsbeziehungen mit Katar unterhält. Sein Unternehmen verfüge über zahlreiche Partner sowohl in der Golfregion als auch in Katar, was – so Konrad – neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte insbesondere in technologischen Branchen eröffnen könne.
Wie er ausführte, setzt sich die deutsche Delegation aus Vertretern führender Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Künstlichen Intelligenz, der Energie- sowie der Rohstoffbranche zusammen. Diese Firmen seien daran interessiert, zusätzliche Chancen in Katar und der Golfregion auszuloten und die wirtschaftlichen Verbindungen zum katarischen Privatsektor weiter zu vertiefen, sagte er abschließend.
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